Bacsinszky ringt frühere Wimbledon-Finalistin nieder

Am French Open besteht Timea Bacsinszky den ersten Härtetest. Die Waadtländerin setzt sich in der 2. Runde gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard mit 6:4, 6:4 durch.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es war ein seltsamer Match, den sich die beiden Spielerinnen auf dem Hauptplatz der Anlage lieferten. Zunächst ging Bouchard 4:1 in Führung, dann gewann Bacsinszky bis zum 6:4, 5:0 zehn Games in Folge. Und zum Ende hin musste die letztjährige Halbfinalistin aus Lausanne doch noch ein bisschen zittern, weil die 23-jährige Kanadierin nochmals bis 4:5 herankam und sogar zwei Breakbälle zum 5:5 hatte.

Bacsinszky verlor den Faden, nachdem sie beeindruckend auf den 1:4-Rückstand reagiert hatte. Sie begann nach der misslungenen Startphase besser zu variieren, streute den einen oder anderen überraschenden Ball ein und fand grundsätzlich auf alles eine Lösung - bis zum 5:0 im zweiten Satz. Danach hätte die Partie tatsächlich nochmals kippen können.

Bouchard zeigt Aufwärtstrend

Bouchard hatte sich 2014 in die Top 10 gespielt und unter anderem in Wimbledon den Final erreicht. Danach folgte eine monatelange Formbaisse, nun zeigt die Weltranglisten-47. wieder Aufwärtstendenzen. In den ersten und letzten Games bewies sie, dass sie viel Druck machen kann. Bloss: Bacsinszky besitzt den Spielwitz, um kraftvolle Gegnerinnen ihrer Stärken zu berauben. Erst als Bouchard mit der Niederlage vor Augen wieder gelöster aufspielte, geriet die Weltranglisten-Neunte wieder in die Defensive.

Für Bacsinszky, die zum zweiten Zweisatz-Sieg in Paris kam, geht es am Samstag weiter. Dann trifft sie entweder auf die Französin Pauline Parmentier (WTA 88) oder die Amerikanerin Irina Falconi (WTA 63). Gegen Parmentier spielte sie 2006 letztmals auf der WTA-Tour, Falconi stand sie noch nie gegenüber.

Erstellt: 26.05.2016, 10:48 Uhr

Artikel zum Thema

Bacsinszkys geglückter Start in Paris

Timea Bacsinszky ist beim French Open problemlos in die 2. Runde eingezogen. Die Waadtländerin gab gegen die Spanierin Silvia Soler-Espinosa nur vier Games ab. Mehr...

Bouchards erschreckendes Geständnis

Die Kanadierin, die heute Timea Bacsinszky fordert, galt als kommende Nummer 1 – und stürzte ab. Was ist passiert? Mehr...

Bacsinszky sorgt für historischen Moment

Ab Montag gehören erstmals zwei Männer und zwei Frauen aus der Schweiz gleichzeitig den Top 10 der Tennis-Weltrangliste an. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Animalische Athletik: Ein Tiertrainer im Zoo von Sanaa, Jemen, reizt eine Löwin so sehr, dass sie wortwörtlich die Wände hochgeht. (Januar 2020)
(Bild: Mohamed al-Sayaghi) Mehr...