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Federer vergibt Matchbälle und scheidet aus

Der Baselbieter scheitert in einem hochklassigen Halbfinal von Stuttgart an Jungstar Dominic Thiem in drei umkämpften Sätzen.

Eine äusserst bittere Niederlage: Der Rasenkönig vergibt im Tie-Break des zweiten Satzes Matchbälle und verliert ein Spiel der verpassten Chancen.
Eine äusserst bittere Niederlage: Der Rasenkönig vergibt im Tie-Break des zweiten Satzes Matchbälle und verliert ein Spiel der verpassten Chancen.
Daniel Kopatsch/Getty Images
Eine deutliche Leistungssteigerung: Besonders der Return von Federer funktionierte heute um einiges besser als noch im gestrigen Viertelfinale.
Eine deutliche Leistungssteigerung: Besonders der Return von Federer funktionierte heute um einiges besser als noch im gestrigen Viertelfinale.
Daniel Kopatsch/Getty Images
Doch auch Federer kann zufrieden aus Stuttgart abreisen: Er erreicht den Halbfinal und damit sein selbsternanntes Ziel. Zudem war über das gesamte Turnier hinweg eine kontinuierliche Leistungssteigerung und keinerlei Rückenbeschwerden zu beobachten.
Doch auch Federer kann zufrieden aus Stuttgart abreisen: Er erreicht den Halbfinal und damit sein selbsternanntes Ziel. Zudem war über das gesamte Turnier hinweg eine kontinuierliche Leistungssteigerung und keinerlei Rückenbeschwerden zu beobachten.
Thomas Kienzle, AFP
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Das Comeback – und die Premiere in Stuttgart – endete für Roger Federer im Halbfinal. In einer spektakulären und über weite Strecken hochstehenden Partie konnte der Schweizer beim 6:3, 6:7 (7:9), 4:6 zwei Matchbälle nicht nutzen und verlor zum zweiten Mal nach dem Sandturnier vor einem Monat in Rom gegen den österreichischen Aufsteiger.

Grandiose Aufholjagd

Im ersten Satz, der nur 28 Minuten dauerte, reichte dem Schweizer ein Break zum 3:1 zum Satzgewinn. Im zweiten Durchgang holte Federer einen 0:5-Rückstand auf, hatte im Tiebreak beim Stand von 6:5 und 7:6 zwei Matchbälle, ehe er den Satzausgleich doch hinnehmen musste. Beim ersten traf Thiem einen Smash nicht wie gewünscht, überraschte damit aber den 17-fachen Grand-Slam-Champion. Beim zweiten gelang dem Österreicher ein perfekter Rückhand-Return.

Zwei Regenpausen

Nach dem Satzausgleich wurde die Partie ein erstes Mal wegen Regens unterbrochen, da der Platz recht rutschig geworden war. Nach dem Wiederbeginn verpasste Federer eine grosse Chance zur 2:0-Führung, als er bei einem Breakball mit der Vorhand das leere Feld nicht traf. Im vierten Game hatte er nochmals zwei Möglichkeiten zum Break, dieses gelang dann aber Thiem zum 4:3, als Federer am Netz ein Fehler unterlief.

Nach einer weiteren Regenunterbrechung behielt der 22-jährige French-Open-Halbfinalist die Nerven und geriet nicht mehr in Bedrängnis. Nach knapp zwei Stunden segelte eine Rückhand Federers in Aus. Im Final trifft Thiem auf den Deutschen Philipp Kohlschreiber oder den wieder erstarkten Argentinier Juan Martin Del Potro.

Federer spielte sein bestes Spiel in dieser Woche, doch er wusste, dass er eine gute Chance vergeben hatte. «Ich habe alles richtig gemacht, die Dinge wären alle gut, wenn ich den einen Punkt gemacht hätte», meinte er. «Es war ein gutes Match von beiden Seiten unter schwierigen Bedingungen.»

SDA/ns

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