Bacsinszky steht ohne Satzverlust in der 3. Runde

Die Waadtländerin bezwingt die russische Qualifikantin Natalia Wichljanzewa 6:2, 7:5. Zum zweiten Mal übersteht sie nach 2015 am Australian Open die Runde 2.

Setzt sich in der 2. Runde überzeugend durch: Timea Bacsinszky verwertet am Australian Open gegen die Russin Natalia Wichljanzewa den ersten Matchball. (Video: SRF)

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Kaum war Timea Bacsinszky mit dem Break zum 6:5 scheinbar auf die Zielgerade eingebogen, stoppte erstmals in diesem Jahr Regen die Tennisspieler in Melbourne. Erst warteten die 29-jährige Waadtländerin und die acht Jahre jüngere Qualifikantin aus Wolgograd eine Viertelstunde unter einem Sonnenschirm (!), ehe sie vom Aussenplatz 20 doch in die Garderobe geschickt wurden. Bacsinszky hätte sich dergestalt durchaus den guten Rhythmus stören lassen können.

Sie suchte sich jedoch die richtige Musik - unter anderem «Don't Stop Me Now» von Queen – aus, stärkte sich mit einem kleinen Snack und kehrte nach 70 Minuten perfekt fokussiert zurück. Stoppen liess sie sich tatsächlich nicht mehr. Wichljanzewa gewann in der Reprise keinen Punkt mehr, nach 1:35 Stunden Spielzeit und einem Game zu null war Bacsinszky zum dritten Mal nach 2015 und 2017 in die 3. Runde des Australian Open eingezogen.

«Taktisch sehr intelligent gespielt»

Wie bereits nach der 1. Runde zeigte sich die Westschweizerin, die im Ranking nach ihrer Handoperation im letzten Jahr nur noch Platz 145 belegt, stolz über ihre Leistung. «Ich habe gegen eine Spielerin, die sehr hart und schnell schlägt, taktisch sehr intelligent gespielt», fand sie. «Ich habe es geschafft, in ihren Kopf zu kommen.» Zudem habe sie ihren Aufschlag sehr gut gehalten. Tatsächlich verlor Bacsinszky nur einmal, zum 2:2 im zweiten Satz ihren Service. Den ersten Durchgang hatte sie mit fünf Games in Folge vom 1:2 zum 6:2 für sich entschieden.

Überrascht ist Bacsinszky nicht von ihrem wieder guten Niveau. «Ich habe wohl zum ersten Mal eine Saisonvorbereitung vom ersten bis zum letzten Tag ohne jedes Verletzungsproblem durchziehen können», glaubt sie den Grund dafür zu kennen. Der Einfluss von Stéphane Robert, mit dem sie diese Woche erstmals zusammenarbeitet, sei hingegen noch nicht sehr gross. «Ich telefoniere nach wie vor regelmässig mit Erfan», verrät sie. Erfan Djahangiri war lange Jahre ihr Coach und ist auch heute noch ein enger Vertrauter.

In der 3. Runde trifft die Schweizerin am Samstag wie vor vier Jahren auf die als Nummer 18 gesetzte Spanierin Garbiñe Muguruza oder die Britin Johanna Konta (WTA 38). (ddu/sda)

Erstellt: 17.01.2019, 06:44 Uhr

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