Federer zerlegt US-Talent vor Heimpublikum

Roger Federer brauchte in Basel gerade einmal 61 Minuten für den Einzug in die zweite Runde der Swiss Indoors.

Roger Federer fegte Frances Tiafoe in der 1. Runde vom Platz. Video: Tamedia/SRF

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Roger Federer gelang bei seiner Rückkehr an die Swiss Indoors in Basel – nach einjährigem Unterbruch – ein Auftakt nach Mass. Der Rekordsieger setzte sich gegen den 19-jährigen Francis Tiafoe in gut einer Stunde 6:1, 6:3 durch und trifft nun auf den Franzosen Benoît Paire.

Roger Federer hatte vor seinem Erstrundengegner gewarnt. «Als jungen Wilden, der nach keinem Schema spielt», hatte er Tiafoe charakterisiert. Präsent waren die Erinnerungen an das Duell am US Open, als ihm der amerikanische Teenager in der 1. Runde alles abverlangte und er sich erst in fünf Sätzen durchgesetzt hatte. Aus dem Duell im Arthur-Ashe-Stadion schöpfte auch Tiafoe Mut und kündigte an, mit «sehr viel Energie zu spielen».

Traumstart des Maestros

Doch Tiafoe, der noch nicht geboren war, als Federer 1997 erstmals an seinem Heimturnier die Qualifikation bestritten hatte, musste schnell erkennen, dass im Vergleich mit dem Duell in New York vor allem Federer mehr Energie verspürte. Die Weltnummer 2 präsentierte sich gut erholt von ihrem Triumph vor neun Tagen in Shanghai.

Im umkämpften ersten Game schaffte er gleich das Break, nach gut einer Viertelstunde führte Federer bereits mit 4:0, wobei er mit einigen Zauberschlägen für Raunen und Staunen in der St. Jakobshalle sorgte. Auch danach liess der Lokalmatador nichts anbrennen. Das entscheidende Break im zweiten Satz gelang ihm beim Stand von 4:3, nach einer guten Stunde beendete Federer mit seinem ersten Matchball die Partie, in der er keinen einzigen Breakball abzuwehren hatte, und kam zu seinem elften Sieg in Basel in Serie.

Federers nächster Gegner ist am Donnerstag Benoît Paire (ATP 40), gegen den er alle vier bisherigen Duelle gewonnen hat. 2012 in Basel setzte sich Federer gegen den Franzosen klar in zwei Sätzen durch.

Zverev als einziger Gesetzter gescheitert

Von den Gesetzten scheiterte nur der Deutsche Mischa Zverev. Die Nummer 8 des Turniers unterlag dem Argentinier Leonardo Mayer 5:7, 5:7. Mit dem dem Lucky Loser Florian Mayer und dem Qualifikanten Peter Gojowczyk scheiterten auch die beiden anderen deutschen Spieler im Haupttableau.

Mit dem kroatischen Titelverteidiger Marin Cilic (ATP 4) und David Goffin (BEL/10) hatten ihnen das Los mit den Nummern 2 und 3 der Setzliste übermächtige Auftaktgegner beschert. Mayer gab nach verlorenem ersten Satz gegen Cilic auf, Gojowczyk unterlag Goffin, dem Finalisten von 2014, klar in zwei Sätzen.

Am Rand einer Niederlage stand Jack Sock, die Nummer 5 des Turniers. Der 25-Jährige aus Nebraska setzte sich im nordamerikanischen Duell gegen den Kanadier Vasek Pospisil nach 2:23 Stunden mit 7:5 im dritten Satz durch, nachdem er sich zuvor am rechten Arm und der rechten Schulter hatte behandeln lassen müssen. Im Tiebreak des zweiten Satzes stand Pospisil, der als Lucky Loser ins Haupttableau nachgerückt war, zweimal nur zwei Punkte vom Sieg entfernt.

Zu seinem ersten Auftritt in diesem Jahr in der St. Jakobshalle kommt am Mittwoch Juan Martin Del Potro (ATP 19). Der Argentinier, der 2012 und 2013 in Basel triumphiert hatte, gewann am vergangenen Sonntag das Turnier von Stockholm.

Basel. Swiss Indoors. Männer. Einzel, 1. Runde: Roger Federer (SUI/1) s. Frances Tiafoe (USA) 6:1, 6:3. David Goffin (BEL/3) s. Peter Gojowczyk (POL) 6:2, 7:5. Jack Sock (USA/5) s. Vasek Pospisil (CAN) 3:6, 7:6 (9:7), 7:5. Leonardo Mayer (ARG) s. Mischa Zverev (GER/8) 7:5, 7:5. Benoît Paire (FRA) s. Steve Johnson (USA) 6:3, 7:6 (7:4). - Federer trifft in der 2. Runde auf Paire.

(fsc/SDA)

Erstellt: 24.10.2017, 18:32 Uhr

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