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«Vier Tage wusste ich meinen Namen nicht»

Als der Tennisprofi Ivo Karlovic im Frühling mit einer viralen Hirnhautentzündung kämpfte, befürchteten die Ärzte das Schlimmste. Nach seinem Comeback berichtet der sanfte Riese, wie sehr er litt.

«Ich habe keinen Stress mehr, jeder Match ist für mich wie ein Bonus»: Ivo Karlovic geniesst seinen Beruf mehr denn je.
«Ich habe keinen Stress mehr, jeder Match ist für mich wie ein Bonus»: Ivo Karlovic geniesst seinen Beruf mehr denn je.
Keystone

Ivo Karlovic ist überglücklich, dass er wieder mit dem Tennisschläger um die Welt reisen kann. Der 2,08 Meter grosse Kroate, der in Wimbledon 2009 die Viertelfinals erreichte und 2008 in Cincinnati sogar einen Sieg gegen Roger Federer feierte, hat schwere Zeiten hinter sich. Im April diagnostizierten die Ärzte bei Karlovic erst einen leichten Schlaganfall, ehe sie erkannten, dass er an einer viralen Hirnhautentzündung erkrankt war.

«Sie haben mich nach einer Stunde aus dem Spital entlassen, aber später kamen die Taubheitsgefühle und der Schmerz wieder. Also bin ich ins Krankenhaus zurückgekehrt, was danach passierte, weiss ich nicht mehr», sagte Karlovic an einer Pressekonferenz im Rahmen des ATP-Turniers von Newport, wo er heute in den Viertelfinals auf den US-Amerikaner John Isner trifft.

Die Ärzte hätten nicht gewusst, ob er sich wieder vollständig erholen würde, führte der Tennisprofi aus. «Ich war lange bewusstlos, ich wusste weder meinen Namen, noch welches Jahr wir haben. Die Schmerzen waren enorm, mein rechter Arm und mein Gesicht taub. Das Kopfweh hielt fast zehn Tage an, erst nach vier Tagen wusste ich wieder, wie ich heisse.» Am meisten habe ihm zu schaffen gemacht, dass er nicht wusste, ob die Beschwerden wiederkehren würden: «Das Virus war immer noch in meinem Kopf.» Hinzu kam der harte physische Aufbau.

Umso mehr geniesst Karlovic jetzt seine Spiele: «Ich habe keinen Stress mehr, jeder Match ist für mich wie ein Bonus. Ich mag meinen Beruf jetzt viel lieber und fürchte mich nicht mehr vor Niederlagen. Mein Ziel ist es, einfach gesund zu bleiben und ein Teil der Tennistour zu sein.»

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