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Bacsinszky verpasst den Final in Gstaad

Mit Viktorija Golubic hat es trotzdem eine Schweizerin beim Ladies Championship in Gstaad in den Final geschafft.

Bacsinszky scheidet im WTA-Halbfinal gegen Kiki Bertens aus.
Bacsinszky scheidet im WTA-Halbfinal gegen Kiki Bertens aus.
Peter Klaunzer, Keystone

Viktorija Golubic (WTA 105) gewann das Schweizer Halbfinalduell beim WTA-Turnier in Gstaad gegen die 16-jährige Rebeka Masarova überraschend deutlich 6:3, 6:2. Die Die 23-jährige Zürcherin Golubic steht damit in ihrem ersten grossen Final, wo sie am Sonntag auf die Niederländerin Kiki Bertens trifft. Die Nummer 26 der Welt setzte sich im Halbfinal 7:5, 7:6 (7:1) gegen die topgesetzte Waadtländerin Bacsinszky durch und liess damit den ersten rein schweizerischen Final der WTA-Geschichte platzen. In beiden Sätzen hatte Bacsinszky zunächst geführt, im ersten nach einem Doppel-Break 5:2, im zweiten 3:1. Bertens hatte die neun Plätze vor ihr klassierte Schweizerin bereits im Viertelfinal des French Open in Paris bezwungen.

Golubic spielte ihre grössere Erfahrung aus, auch wenn sie wie Masarova erstmals in einem WTA-Halbfinal stand. Die 16-jährige Baslerin, die vor sechs Wochen am French Open den Juniorentitel gewonnen hatte, spielte sogar bei ihrem ersten Turnier der obersten Stufe überhaupt und kam als erste Debütantin seit der Kroatin Donna Vekic 2012 in Taschkent so weit.

Speziell nervös sei sie nicht gewesen, sagte sie nach dem Halbfinal. Sie bekundete aber mit dem starken Wind einige Probleme, vor allem bei ihrem sonst so starken Aufschlag. Insgesamt unterliefen ihr sieben Doppelfehler. Sie betonte allerdings auch, dass Golubic sehr stark gespielt habe.

Tatsächlich zeigte die Zürcherin, die bereits im April im Fed-Cup-Halbfinal in Luzern auf Schweizer Boden überzeugen konnte, eine spielerisch und taktisch enorm starke Leistung. Sie habe sich gar nicht überlegt, dass sie in ihrem ersten Halbfinal sogar die Favoritin sei, meinte sie lachend.

So war die spezielle Situation, dass wegen des Regens zu Beginn der Woche Viertel- und Halbfinal am gleichen Tag ausgetragen wurde, vielleicht sogar ein Vorteil. «Ich hatte gar keine Zeit, nervös zu werden», sagte sie. In der Weltrangliste wird Golubic am Montag rund 20 Plätze gutmachen.

Die noch grössere Überraschung ist aber die erst 16-jährige Rebeka Masarova. Das Turnier in Gstaad war ihr erstes WTA-Turnier überhaupt. Dass sie bis in den Halbfinal vorstiess, ist aussergewöhnlich. «Unglaublich, was diese Woche passiert ist – Fast nur Positives. Ich habe so viel gelernt. Es ist unglaublich», sagte Masarova nach ihrer Niederlage.

Ihre heutige Gegnerin und Schweizer Teamkollegin Viktorija Golubic sah das genau so: «Wir haben neue Schweizerinnen, die nach vorne kommen. Das ist toll. Sie macht ihre Sache super», sagte Golubic nach dem Spiel über Masarova.

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