Warum Cilic in Tränen ausgebrochen ist

Der Kroate war im Wimbledon-Finale nicht in Topform. Sein linker Fuss machte ihm zu schaffen.

«Eher mental als körperlich»: Marin Cilic über seine Tränen im Wimbledon-Final. (Video: Tamedia)

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Bei 0:3 im zweiten Satz war es fertig mit Marin Cilics Contenance. Der Kroate vergrub beim Seitenwechsel die Hände im Handtuch und liess seinen Emotionen freien Lauf. Die Kameras transportierten die Tränen um die Welt.

War er so enttäuscht, dass er nach viel versprechendem Start so klar im Rückstand lag? Oder war er einfach der Nervenbelastung bei seinem ersten Auftritt im Wimbledon-Final nicht gewachsen? Oder hatte er wirklich Beschwerden? «In diesem Moment war es eher mental als körperlich», gab Cilic später zu, «es zeigte, wie viel mir das alles bedeutet.»

Bildstrecke – Der Final in Bildern

Die Spekulationen jagten sich in diesem Moment, wenig später kam die körperliche Komponente hinzu. Es war eine grosse und schmerzhafte Blase am linken Fuss, die ihn daran hinderte, sich optimal zu bewegen. Nach Ende des zweiten Satzes liess er sich behandeln und der Physiotherapeut legte ihm einen Verband an.

«So ein kleines Ding spielt eine so grosse Rolle»

Es ging dann zwar wieder besser, die Wende schaffte er aber nicht mehr. Bei der Siegerehrung erhielt er Trost von Federer: «Es ist manchmal grausam im Sport, gerade, wenn man im Final nicht alles geben kann. Du bist aber trotzdem ein Held und solltest stolz auf dich sein.»

Cilic dürfte sich noch lange an diese vermaledeite Blase erinnern. Darauf lassen seine Worte an der Pressekonferenz schliessen: «Du machst so viel, damit dein Körper bereit ist. Und dann spielt so ein kleines Ding eine so grosse Rolle. Es ist hart, das zu akzeptieren.»

Video – Die besten Ballwechsel

Roger Federer gewinnt gegen Cilic in drei Sätzen. (Video: Tamedia/AP) (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.07.2017, 19:53 Uhr

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