Was Wawrinka zum «Fall Kyrgios» sagt

Der Schweizer spricht vor dem US Open über seine körperliche Verfassung und blendet kurz zurück.

Der French-Open-Champion sucht in New York nach seiner Bestform.

Der French-Open-Champion sucht in New York nach seiner Bestform. Bild: Keystone

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Kurz vor dem US Open scheint langsam Ruhe einzukehren um Stan Wawrinka. Der French-Open-Sieger sagte am Sonntag: «Der Fall Kyrgios ist beendet. Immerhin sind seither schon fast drei Wochen vergangen.» Für ihn steht nun sein Startspiel gegen den Spanier Ramos-Vinolas (ATP 56) vom Dienstag im Vordergrund. «Obwohl ich ihn immer geschlagen habe, hat er es mir stets schwer gemacht. Es wird nicht einfach», so der Weltranglistenfünfte am Sonntag.

Über seine Form äusserte sich Wawrinka zurückhaltend: «Korrekt» sei diese, «sie könnte besser, aber auch schlechter sein. Ich tat, was ich tun musste. Und ich habe schon nach einer guten Trainingswoche ein schlechtes Turnier gespielt – und umgekehrt. Eine Garantie gibt es nicht.» Er liebe New York und die Atmosphäre am US Open. Und seine Rückenprobleme, die ihn in Montreal zur Aufgabe im Spiel gegen Nick Kyrgios gezwungen haben, seien nicht mehr zurückgekehrt. «Ich habe keine Schmerzen mehr.»

«Werde daraus lernen»

Kyrgios äusserte sich am Wochenende nochmals ausführlicher zum Fall und seiner Bestrafung. «Ich habe mich bei Wawrinka entschuldigt. Ob er es akzeptiert oder nicht, ist nicht mein Problem», sagte der Australier, der in Runde 1 auf Andy Murray trifft. Wawrinka hatte in Cincinnati gesagt, Kyrgios habe sich bei ihm nicht wirklich entschuldigt. Gegenüber dem britischen «Observer» sagte der Australier weiter, er verdiene es, bestraft zu werden für seine verbale Provokation des Schweizers. Andererseits sei ihm diese Geschichte keineswegs peinlich. Er habe aber nicht gedacht, dass die Mikrofone seine Worte auffangen würden («Kokkinakis schlief mit deiner Freundin, tut mir leid, dir das sagen zu müssen»).

Kyrgios gelobte Besserung, so etwas werde er nicht mehr tun. «Ich denke, ich werde daraus lernen.» Der 20-Jährige wurde mit 35'000 Dollar gebüsst und wird einen Monat gesperrt, falls er in den nächsten sechs Monaten an ATP-Turnieren weitere 5000 Dollar Bussen sammelt (allfällige Bussen an Grand Slams oder am Davis-Cup werden nicht angerechnet). «Ich denke, das ist fair», sagte er. Er habe die Lektion begriffen. Allerdings heisse das nicht, dass er nun keine Emotionen mehr zeigen werde. «Ich gehe raus und versuche, mich selber zu sein.»

Erstellt: 31.08.2015, 13:16 Uhr

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