Wawrinka erlebt einen verkürzten Arbeitstag

Stan Wawrinka steht beim Australian Open im Achtelfinal. Sein Drittrundengegner John Isner musste beim Stand von 4:6, 1:4 aufgeben.

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John Isner liess beim Seitenwechsel noch einmal den Physiotherapeuten kommen. Sprach ihm gegenüber von einem «leichten Schmerz», entschied sich dann aber, das Handtuch zu werfen. Der baumlange Amerikaner war ab dem vierten oder fünften Game gehandicapt, servierte von da an viel weniger gut und bewegte sich auch nur noch sehr limitiert.

In dieser Verfassung wäre er gegen Wawrinka in der weiteren Fortdauer absolut chancenlos gewesen. Bis zum vorzeitigen Ende waren gerade einmal 65 Minuten gespielt, Wawrinka hatte schon drei Breaks geschafft.

Gewinnen will man so natürlich nicht, das ist klar. Was den Energiehaushalt angeht, war es für Wawrinka aber ein perfekter Arbeitstag. Er war ja vor dem Zweitrundenspiel gegen Andreas Seppi zwei Tage krank gewesen, hatte sich dann während der Partie zweimal übergeben und den italienischen Routinier schliesslich dennoch in mehr als vier Stunden niedergerungen.

Im «russisch angehauchten» Viertel

Wawrinka steht damit in Melbourne zum siebten Mal mindestens im Achtelfinal, das erste Mal, seit er 2017 in einem Fünfsätzer den Halbfinal gegen den späteren Sieger Roger Federer verloren hatte. Mit Ausnahme von Milos Raonic hiessen seine Bezwinger ab diesem Stadium entweder Federer, Rafael Nadal oder Novak Djokovic.

Nun erhält der Romand einen weiteren Ruhetag. Sein nächster Gegner ist dann am Montag der russische Mitfavorit Daniil Medwedew (ATP 4) oder der Australier Alexej Popyrin (ATP 96). Ohnehin ist Wawrinka im «russisch angehauchten» Viertel. In einem möglichen Viertelfinal wäre der Gegner dann «Shooting Star» Andrej Rublew oder der Sieger der Partie zwischen Alexander Zverev und Fernando Verdasco. (mke)

Erstellt: 25.01.2020, 10:19 Uhr

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