Wawrinka scheitert bereits im Auftaktspiel

Beim Heimturnier verliert der 34-jährige Waadtländer gegen den Bosnier Damir Dzumhur. Es wäre mehr möglich gewesen.

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Stan Wawrinka ist beim Heimturnier in Genf gleich in seinem Auftaktspiel gescheitert. Der 34-jährige Waadtländer unterlag nach einem Freilos in der 2. Runde dem Bosnier Damir Dzumhur (ATP 57) in knapp zwei Stunden 6:3, 3:6, 4:6. Es ist nach Rom die zweite frühe Niederlage des Schweizers, der damit ohne viel Selbstvertrauen ans French Open reisen muss.

Für Wawrinka wäre gegen den nur 1,75 m grossen Dzumhur viel mehr möglich gewesen. Im dritten Satz war er 3:0 in Führung gegangen, mit fünf verlorenen Games in Folge gab er alle Vorteile aber (zu) schnell wieder aus den Händen. Es war nicht das erste Mal an diesem frühen Mittwochabend, dass er eine länger dauernde Schwächephase einzog. Im ersten Satz genügte ihm ein Break zum 4:2, im zweiten führte er ebenfalls 3:2. Auch verlor er nach einem eigenen Break gleich die nächsten vier Games. So genügte dem 26-jährigen Dzumhur, der 2010 in Klosters Junioren-Europameister geworden war, eine solide Leistung zum wertvollen Sieg.

«Die Puzzle-Teile wieder zusammen bringen»

Sorgen macht sich Wawrinka gemäss eigener Aussage keine. «Es ist einer dieser typischen Matches, die ich derzeit verliere», stellte der dreifache Grand-Slam-Sieger nüchtern fest. «Ich beginne gut, bewege mich gut, aber dann kommt ein Moment, in dem ich nicht mehr genug mache und das Spiel dreht.» Er wisse aber, warum er verloren habe. «Ich muss jetzt einfach die Puzzle-Teile wieder zusammen bringen.»

2016 und 2017 hatte Wawrinka das Geneva Open gewonnen, im letzten Jahr war er im Viertelfinal gegen den späteren Champion Marton Fucsovics ausgeschieden. Diesmal scheiterte der Ungar in der 2. Runde am Argentinier Federico Delbonis, der bereits gegen Grigor Dimitrov überrascht hatte. Nun fehlt dem Turnier am Genfersee für die letzten drei Tage das einheimische Aushängeschild. «Das frustriert mich am meisten», betonte Wawrinka. «Dass ich keine weiteren Spiele vor meinem Publikum habe. Beunruhigt bin ich aber nicht.»

Nachdem bereits die Top-15-Spieler Fabio Fognini und Daniil Medwedew kurzfristig abgesagt hatten, ruhen die Hoffnungen auf Alexander Zverev. Der Deutsche Masters-Champion ist wie Wawrinka auf Formsuche, kann es aber am Donnerstag im Viertelfinal gegen den Bolivianer Hugo Dellien besser machen. (sda)

Erstellt: 22.05.2019, 20:33 Uhr

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