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Wawrinkas Weg ist frei

Der US-Open-Sieger zieht in Indian Wells bei grosser Hitze in die Achtelfinals ein.

78 Minuten reichen ihm zum Sieg: Stanislas Wawrinka. (13. März 2017)
78 Minuten reichen ihm zum Sieg: Stanislas Wawrinka. (13. März 2017)
Mark J. Terrill, Keystone
Für Wawrinka ist die Hitze kein Problem. (13. März 2017)
Für Wawrinka ist die Hitze kein Problem. (13. März 2017)
Mark J. Terrill, Keystone
Wawrinka hat noch nie gegen Yoshihito Nishioka, seinen nächsten Gegner, gespielt. (13. März 2017)
Wawrinka hat noch nie gegen Yoshihito Nishioka, seinen nächsten Gegner, gespielt. (13. März 2017)
Mark J. Terrill, Keystone
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Bei immer noch 35 Grad verdrückten sich die Zuschauer im Indian Wells Tennis Garden an diesem späten Nachmittag in den Schatten, so gut es ging. Bei dieser Hitze streikte dann sogar der Filzstift, mit dem Stan Wawrinka nach der Partie die TV-Kamera unterschreiben sollte: Zuerst kam gar nichts, dann lief die Tinte die Scheibe hinunter. «Aber für mich war die Hitze kein Problem, weil ich das Glück hatte, dass der Platz im Schatten lag», sagte der Lausanner.

Er war höchst zufrieden mit der Partie, die er gerade gezeigt hatte. Nur 78 Minuten reichten ihm, um gegen Philipp Kohlschreiber (ATP 31) auch die fünfte Partie zu gewinnen. Beim 7:5, 6:3 musste er selber keinen Breakball abwehren, während er gegen den Deutschen zu zehn Möglichkeiten kam und zwei davon verwertete. «Ich bin sehr happy mit meiner Form», sagte Wawrinka. «Ich spielte aggressiv, bewegte mich gut und schlug auch sehr gut auf.»

Videobeweis bringt Klarheit

Die Partie endete gleich wie Roger Federers Australian-Open-Final gegen Nadal: Erst der Videobeweis bewies, dass der letzte Schlag tatsächlich noch die Linie berührt hatte. Der Stuhlschiedsrichter hatte Wawrinkas Ball im Aus gesehen.

Seine Chance ist gross, nun zum dritten Mal in Indian Wells die Viertelfinal zu erreichen (weiter ist er noch nie gekommen). Er trifft am Mittwoch auf einen Lucky Loser, den 21-jährigen Japaner Yoshihito Nishioka. Der nur 1,70 m grosse Linskhänder ist als Nummer 70 zwar so gut klassiert wie noch nie. Doch er war in der Qualifikation bereits gegen den Schweden Elias Ymer bereits ausgeschieden, ehe er für den Franzosen Richard Gasquet, der sich am Blinddarm operieren lassen musste, ins Hauptfeld nachrückte. Dort traf er zufälligerweise wieder auf Ymer, schlug ihn, bezwang danach auch den viel grösseren Ivo Karlovic und eliminierte nun auch Tomas Berdych.

«Ich habe gegen ihn noch nie gespielt, aber ihn schon einige Male gesehen», so Wawrinka, der nach dem schnellen Aus von Andy Murray der bestklassierte Spieler der oberen Tableauhälfte ist.

Wawrinkas Aussichten in der kalifornischen Oase präsentieren sich nach dieser Leistungsdemonstration gleich aus mehreren Gründen vorzüglich. Wenn er derart auftrumpfen kann wie gegen Kohlschreiber, werden es die Gegner schwer haben. Mit 31 Jahren avanciert «Stan the Man» in Indian Wells ausserdem neuerdings zu einem Publikumsliebling, weil er einerseits in den USA durch den US-Open-Triumph im letzten Sommer enorm an Popularität zugelegt hat, aber auch, weil er in Indian Wells an bislang zehn Teilnahmen noch nie sein Potenzial ausschöpfen konnte und noch nie die Viertelfinals überstanden hat.

Das soll sich 2017 ändern: Wawrinka ist in der oberen Tableauhälfte der einzig Verbliebene, der bereits ein Masters-1000-Turnier gewonnen hat. Der Österreicher Dominic Thiem als Weltnummer 9 ist der am besten klassierte Gegner in Wawrinkas Nähe im Tableau.

Nishiokas Story in Indian Wells ist erwähnenswert: In der letzten Runde der Qualifikation verlor er 1:6, 3:6 gegen den Schweden Elias Ymer. Dank der Absage von Alexander Dolgopolow rutschte Nishioka dennoch ins Hauptfeld. Und in der Main-Draw besiegte er hintereinander Elias Ymer (6:4, 6:1), gegen den er am Vortag bloss vier Games gewonnen hatte, und die Gesetzten Ivo Karlovic (6:4, 6:3) und Tomas Berdych (1:6, 7:6, 6:4).

*mit Material der Agentur SI

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