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«Wawrinkas Melbourne-Sieg hatte auf die zweite Garde grossen ­Effekt»

Marin Cilic fegte im US-Open-Halbfinal Roger Federer vom Platz und holte spektakulär den Titel. Nun spricht er über seine Dopingsperre und warum er sich bis zum grossen Triumph nicht rasierte.

Von Simon Graf, Genf

Als kleiner Junge träumten Sie davon, ein Grand-Slam-Champion zu werden. Ist es nun so, wie Sie sich das vorgestellt hatten?

(schmunzelt) Als kleiner Junge träumte ich davon, es einmal in die Top 100 zu schaffen. Wenn ich am Fernsehen ­Tennis schaute, war das eine Welt, die ganz weit weg war. Eine Welt, deren Teil ich werden wollte. Aber Grand-Slam-Champion? Nein, davon wagte ich als kleiner Junge nicht zu träumen. Erst später, als ich bei den Grossen mitspielte und sah, dass ich die Besten fordern kann. Aber das Tückische ist: Wenn man als Teenager auf die Tour kommt, hat man das Gefühl, man habe noch so viel Zeit, Grosses zu erreichen. Ich dachte lange: Meine Zeit kommt schon noch. Doch ­irgendwann realisierte ich: Nein, meine Zeit kommt nicht einfach so. ­Dafür ist die Konkurrenz viel zu hart. Dass ich mich nun Grand-Slam-Sieger nennen darf, ist für mich immer noch ein unbeschreibliches Gefühl.

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