Wawrinka klagt, Golubic jubiliert

Stan Wawrinka freut sich nach dem Ausscheiden in Wimbledon auf die Zukunft, für Viktorija Golubic ist die Gegenwart grossartig.

Stanislas Wawrinka verliert in Wimbledon in der zweiten Runde gegen den Amerikaner Reilly Opelka. (Quelle: SRF)

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Als sich Stan Wawrinka (ATP 19) in Wimbledon nach der 5:7, 6:3, 6:4, 4:6, 6:8-Niederlage gegen den Amerikaner Reilly Opelka (ATP 63) den Medien präsentiert, wirkt er gefasst. Auch wenn er sagt, es sei hart, diese Partie verloren zu haben. «Ich begann zwar langsam, war anfänglich etwas zögerlich und bewegte mich nicht gut genug. Aber dann begann ich viel besser zu spielen. Ich hatte meine Chancen im vierten Satz, es hätte besser herauskommen können. Am Schluss riskierte er dann mehr als ich und verdiente sich den Sieg», fasst der Romand das Geschehen zusammen. Rasen ist bekanntlich nicht der beste Belag des 34-Jährigen, seine Bilanz auf Gras ist nur ausgeglichen (31:31).

Insgesamt ist Wawrinka mir seinen Niveau zufrieden. Er nehme Tag für Tag und konzentriere sich darauf, was er verbessern könne und erreichen wolle. «Ich denke, ich spiele grossartiges Tennis. Ich freue mich auf den Rest der Saison. Ich glaube, dass ich alle schlagen kann.» Nach der Verpflichtung Daniel Vallverdus für die Rasensaison hatte er erklärt, es gehe ihm nicht nur um die Resultate auf Rasen, sondern darum, sein Spiel generell weiterzuentwickeln. Ob der Venezolaner im Team bleibt, weiss der Gewinner von drei Grand-Slam-Turnieren noch nicht. Darüber wolle er mit allen Beteiligten reden. Doch für Wawrinka ist klar: Er wird mit Magnus Norman und mit Yannick Fattebert weitermachen.

Golubic nun gegen Jastremska

Während Wawrinka über die Zukunft spricht, gewinnt Viktorija Golubic (WTA 81) das Tiebreak des zweiten Satzes gegen die Kasachin Julia Putinzewa (WTA 39), welche in der ersten Runde die Weltranglisten-Zweite Naomi Osaka ausgeschaltet hat. Golubic steht damit zum ersten Mal in ihrer Karriere in der dritten Runde eines Grand-Slam-Events. «Das ist der grösste Erfolg in meiner Karriere», erzählt die 26-Jährige. Sie stellt die Drittrundenqualifikation auch über den Titelgewinn in Gstaad.

«Es ist fies, das so zu sagen, aber es stimmt. Wimbledon ist das bedeutendste Turnier der Welt, und es ist ein Kindheitstraum, an Grand-Slam-Turnieren gut zu spielen.» Die Zürcherin, die in Wimbledon von Schwester Natalija betreut wird, trifft am Freitag auf Dajana Jastremska (WTA 35). Gegen die 19-jährige Ukrainerin dürfte die Begegnung weniger taktisch geprägt sein als noch jene gegen Putinzewa. «Sie spielt viel schneller, aber ich nehme an, dass sie auch mehr Fehler macht», sagt Golubic und fügt an. «Es ist alles möglich. Ich nehme die Challenge an.»

Resultate und News zum Turnier in Wimbledon finden Sie im Liveticker.

Erstellt: 03.07.2019, 15:57 Uhr

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