Zum Hauptinhalt springen

Wie sich die Deutschen mit Wawrinka schmücken

Nicht weniger als sieben Schweizer Sportler gingen am Wochenende auf der Weltbühne als Sieger hervor. Die Schweiz feiert. Und auch die Deutschen jubeln dreist mit.

Stanislas Wawrinka küsst die begehrte Trophäe.
Stanislas Wawrinka küsst die begehrte Trophäe.
Keystone
Stanislas Wawrinka im Blitzlichtgewitter der Fotografen.
Stanislas Wawrinka im Blitzlichtgewitter der Fotografen.
Keystone
Stanislas Wawrinka (l.) tröstet Rafael Nadal über die Niederlage hinweg.
Stanislas Wawrinka (l.) tröstet Rafael Nadal über die Niederlage hinweg.
Keystone
1 / 7

Was für ein Wochenende für den Schweizer Sport. Stanislas Wawrinka setzt sich in Melbourne im Spiel gegen Rafael Nadal die Tenniskrone auf und gewinnt seinen ersten Grand-Slam-Titel überhaupt. Der verdiente Lohn: Der Romand kassiert zwei Millionen Franken Preisgeld und ist ab sofort die Weltnummer 3 im Tennis.

Die Tessinerin Lara Gut gewinnt den Super-G in Cortina. Didier Défago denjenigen in Kitzbühel. Nicht genug: Beat Hefti holt EM-Gold im Viererbob. Zuvor haben sich schon die beiden Schweizerinnen Fabienne Meyer und Tanya Mayer in Königssee die Goldmedaille umgehängt. Zum Schluss beendet Pius Schwizer einen sensationellen Schweizer Tag und gewinnt im Reiten den CSI von Zürich. Lara Gut jubelt auf Twitter: «Win, win, win!»

Deutscher Verband fragte Wawrinka an

Die Schweiz feiert, und die Deutschen jubeln mit. Das deutsche Millionenblatt «Bild» wartet mit der Schlagzeile auf: «Die ‹deutsche› Tennis-Sensation». Und erklärt sogleich, weshalb: Australian-Open-Sieger Wawrinka habe einen deutschen Pass, spreche aber kein Deutsch und lebe in der Schweiz. Wawrinka besitze neben dem deutschen auch einen Schweizer Pass. Sein Vater Wolfram stamme aus Deutschland und habe polnische Wurzeln. Deshalb habe Wawrinka den Vornamen Stanislas. Deutsch spreche Wawrinka nicht. Er sei in Lausanne, in der französischsprachigen Schweiz, aufgewachsen.

Im Schweizer Tennisbuch «Jubeljahre» bestätigt Stanislas Wawrinka, dass ihm eine Anfrage vom Deutschen Tennis-Bund vorgelegen hat. Obwohl Deutschland ein Land mit einem grösseren Markt ist und damit über grössere Verdienstmöglichkeiten verfügt, war für Wawrinka ein Wechsel nie ein Thema: «Sie fragten mich zwar an, aber ich bin glücklich, Schweizer zu sein und mein Land zu vertreten.» (TN)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch