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Dank Nerven wie Drahtseile zum Sieg

Timea Bacsinszky trotz in einem Spiel am Rande der Regularität allen Widerwärtigkeiten und zieht gegen die Französin Kristina Mladenovic in die Halbfinals ein.

Timea Bacsinszky steht im French-Open-Halbfinal. Sie bezwingt Kristina Mladenovic in zwei Sätzen.
Timea Bacsinszky steht im French-Open-Halbfinal. Sie bezwingt Kristina Mladenovic in zwei Sätzen.
Eric FEFERBERG, AFP
Eine enttäuschte Mladenovic gratuliert der verdienten Siegerin.
Eine enttäuschte Mladenovic gratuliert der verdienten Siegerin.
Thomas SAMSON, AFP
Dunkle Wolken und starke Windböen: Von Anfang an spielen die Spielerinnen unter schwersten Bedingungen.
Dunkle Wolken und starke Windböen: Von Anfang an spielen die Spielerinnen unter schwersten Bedingungen.
AP Photo/Christophe Ena
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Timea Bacsinszky erreicht am French Open zum zweiten Mal nach 2015 die Halbfinals. In einer von Wind und Regen beeinträchtigten Partie gewinnt sie 6:4, 6:4 gegen die Französin Kristina Mladenovic.

Beim Stand von 6:4, 1:1 für die als Nummer 30 gesetzte Waadtländerin war das Spiel während dreieinviertel Stunden ein erstes Mal unterbrochen worden. Bei 4:3 für die Waadtländerin im zweiten Satz ein zweites Mal für eine knappe halbe Stunde.

Bacsinszky liess sich nicht beirren

Bacsinszky lag während des gesamten ersten Satzes nie im Rückstand. Sie führte 2:0 und 4:2, musste die 17 Plätze besser klassierte Französin aber jeweils wieder herankommen lassen. Auch nach dem erneuten Break zum 5:4 musste sie nochmals eine Chance von Mladenovic zum Ausgleich abwehren, ehe sie sich nach bereits 63 Minuten den ersten Satz holte. Bei äusserst schwierigen Verhältnissen mit starkem und immer wieder wechselndem Wind, war die Schweizerin deutlich weniger fehleranfällig und auch taktisch cleverer. Mladenovic schien mit den schlechten Bedingungen mehr zu kämpfen und musste aufgrund des herumwirbelnden Sandes mehrfach zu Augentropfen greifen.

Doppelter Unterbruch wegen Regens

Die erste Regenunterbrechung erfolgte im zweiten Satz bei Breakball Bacsinszkys zum 2:1. Nach dreieinviertel Stunden Pause kam Mladenovic stärker aus der Garderobe. Sie wehrte die Breakchance ab und ging 3:1 in Führung. Die Lausannerin konterte mit drei Games in Folge, ehe sie ein zweites Mal vom Regen ausgebremst wurde. Obwohl zwischenzeitlich die Sonne erschienen war und die Bedingungen etwas einfacher wurden.

Diesmal dauerte die Unterbrechung allerdings nur 29 Minuten. Und Bacsinszky liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Sie gewann ihre zwei Aufschlagspiele und nach 1:49 Stunden, aber fast sechs Stunden nach dem Start, mit dem ersten Matchball die Partie.

Orkan, Sandsturm und Sonne in einem Tag

«Das war heute unglaublich schwierig», erklärte die freudestrahlende Bacsinszky im Platzinterview. «Wir hatten einen Orkan, Sandsturm, Sonne und fast schon Schnee in einem Tag.» Sie habe aber die Konzentration sehr gut behalten können.

Im Halbfinal trifft Bacsinszky am Donnerstag, ihrem 28. Geburtstag, auf die ungesetzte Lettin Jelena Ostapenko, die am gleichen Tag 20-jährig wird und nur die Nummer 47 der Welt ist. 2015 hatte sie den Halbfinal in drei Sätzen gegen die nachmalige Siegerin Serena Williams verloren, die, im Rückstand liegend, den «sterbenden Schwan» mimte. Diesmal wird sie die Favoritin sein.

SDA/fsc

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