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Roger Federer zwischen Magie und Mittelmass

Der 38-Jährige scheitert in London an Stefanos Tsitsipas. Das ATP-Finale dient als Spiegelbild der Saison des Baselbieters, der magische Momente, aber auch bittere Niederlagen erlebt hat.

Stefanos Tsitsipas gewinnt die ATP-Finals! Der Grieche setzt sich in einem hochstehenden Endspiel gegen den Österreicher Dominic Thiem durch.
Stefanos Tsitsipas gewinnt die ATP-Finals! Der Grieche setzt sich in einem hochstehenden Endspiel gegen den Österreicher Dominic Thiem durch.
Keystone
Obwohl Thiem den grössten Titel seiner Karriere verpasst, freut er sich über die Finalisten-Trophäe.
Obwohl Thiem den grössten Titel seiner Karriere verpasst, freut er sich über die Finalisten-Trophäe.
Keystone
Der Schweizer hat sich für das letzte Turnier des Jahres die Haare geschnitten und lässt den Bart wachsen.
Der Schweizer hat sich für das letzte Turnier des Jahres die Haare geschnitten und lässt den Bart wachsen.
Clive Brunskill/Getty Images
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Am Ende des Halbfinals steht Roger Federer mit leeren Händen da, während Stefanos Tsi­tsipas mit dem Filzstift nicht nur wie jeder Sieger auf der Linse der TV-Kamera signiert, sondern auch noch «strange things» draufschreibt.

In den vorangegangenen 97 Minuten sind in der prallvollen O2-Arena tatsächlich merkwürdige Dinge passiert. Federer sah rein äusserlich genau gleich aus wie 48 Stunden zuvor beim brillanten Auftritt gegen Novak Djokovic, doch spielerisch war er kaum wiederzuerkennen. Der Aufschlag war weit weniger präzis, mit der Vorhand unterliefen ihm ungewohnt viele Fehler. Und dann verschlug er im zweiten Game auch noch zwei Smashs und bot dem 17 Jahre jüngeren Widersacher das Break geradezu an. Der Grieche zögerte nicht, das Geschenk anzunehmen.

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