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Togo sagt Teilnahme am Afrika-Cup ab

Togos Fussball-Nationalmannschaft nimmt nicht am Afrika-Cup in Angola teil, nachdem auf sie am Freitagabend ein Terror-Anschlag verübt worden ist.

Auf Druck seiner Regierung sollte das Team von Nationaltrainer Hubert Velud am Sonntag das Turnier verlassen und in die Heimat zurückfliegen.

Beim Anschlag in der angolanischen Exklave Cabinda waren aus der Delegation Togos drei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelte es sich um einen Assistenz-Trainer, einen Pressesprecher und einen Busfahrer.

Die Spieler hatten sich noch am Sonntagmorgen einstimmig für die Teilnahme am gestern lancierten Afrika-Cup ausgesprochen. "Wir haben uns entschieden, etwas Gutes zu tun für unser Land und zu Ehren derer zu spielen, die gestorben sind. Leider hat unsere Regierung eine andere Meinung", sagte Captain Emmanuel Adebayor von Manchester City gegenüber Radio RMC. Sein Teamkollege Assimiou Touré erklärte in der "Bild"-Zeitung: "Das Flugzeug des Staatspräsidenten holt uns ab. In Togo werden wir alle bei der Beisetzung der Toten anwesend sein."

Zum Anschlag hatte sich der bewaffnete Arm der separistischen Bewegung FLEC (Front für die Befreiung der Exklave Cabinda) bekannt. Die Regierung Angolas verurteilte den Rebellen-Angriff als "terroristischen Akt". Der Bus des Schweizer WM-Vorrunden-Gegners von 2006 war kurz nach dem Passieren der angolanischen Grenze unter Maschinengewehrfeuer geraten.

Das Organisationskomitee des Afrika-Cups schloss dennoch die Absage des Kontinental-Turniers aus. Allerdings werde erwogen, die in Cabinda geplanten Partien aus Sicherheitsgründen in der Hauptstadt Luanda auszutragen. Togo hätte am Montag in Cabinda gegen Ghana gespielt. Die weiteren Gegner wären Burkina Faso und die Elfenbeinküste gewesen.

Togos Nationaltrainer Velud erhob derweil schwere Vorwürfe gegen das Organisationskomitee: "Die angolanischen Veranstalter sollten sich überlegen, den Wettbewerb abzusagen. Es ist ein Akt der Barbarei, während wir eigentlich den afrikanischen Fussball feiern wollen. Das war Krieg. Die Organisatoren scheinen dies nicht ernst zu nehmen", sagte der Franzose, den eine Gewehrkugel am Arm erwischte.

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