So rettet Bürki den BVB vor der Blamage

Mann des Spiels: Dank dem Schweizer Goalie steht Borussia Dortmund im Champions-League-Achtelfinal. Danach wird er emotional.

Die Highlights der Partie Dortmund gegen Slavia Prag. Video: Teleclub

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Es wäre schon sehr ironisch gewesen, hätten sie es selber noch verspielt. Ja, es wäre blamabel gewesen. Denn noch vor der letzten Runde der Champions-League-Gruppe F sollen sich die Dortmunder über Wettbewerbsverzerrung beklagt haben. Für ein Weiterkommen brauchte der BVB gegen Slavia Prag mehr Punkte als Konkurrent Inter Mailand im Parallelspiel gegen Barcelona. Realistisch, eigentlich. Wären die Katalanen nicht schon sicher Gruppenerster und schonten in Mailand deshalb einige Stars – unter anderem Piqué, Messi und Busquets. So billig gibt es in der Königsklasse selten Punkte gegen Barça.

Die Sorgen blieben unbegründet: Barças B-Team bezwang den Leader der Serie A etwas überraschend, sodass der BVB gegen den bereits ausgeschiedenen Aussenseiter von seiner eigenen Leistung abhängig war. Und das Team von Lucien Favre spielte mit dem Feuer.

Bereits in der achten Minute hatte Slavia Prag in Dortmund seine erste Grosschance, Roman Bürki rettete aber mit dem Fuss gegen den Kopfball von Peter Olayinka – das war zwei Minuten vor der BVB-Führung durch Jadon Sancho. Es sollte nicht die letzte Intervention des Schweizer Goalies sein. Nein, es war der Anfang seines grossen Abends.

Bürkis erste wichtige Parade. Videos: SRF

In der 21. Minute war seine Parade so gut, dass der Schiedsrichter offenbar nicht glauben konnte, dass Bürki diesen Ball noch um den Pfosten lenkte. Er gab Abstoss.

Mit den Fingerspitzen: Roman Bürki rettet ein zweites Mal.

Wahrscheinlich noch besser war Bürkis Rettungstat zwölf Minuten später. Nach einer Freistossvariante kam Lukas Masopust an der Strafraumgrenze frei zum Schuss, dieser wurde abgefälscht, doch der 29-Jährige riss die Hand hoch und lenkte den Ball über die Latte. Fassungslose Blicke bei den Tschechen.

Grossartiger Reflex: Bürki bewahrt den BVB vor dem Ausgleich.

Weiter ging es nach der Pause. In der Zwischenzeit schaffte es Slavia, die Bürki-Mauer doch einmal zu durchbrechen, Dortmund legte in der 61. Minute allerdings durch Julian Brandt wieder vor. Also drückte das Auswärtsteam wieder auf den Ausgleich, Captain Tomas Soucek probierte es aus der Distanz, doch mal wieder war Bürkis Flugeinlage einfach zu gut. Kurz danach hat der Schweizer jedoch Glück, dass Ondrej Kudela aus wenigen Metern das leere Tor nicht trifft.

Den Sieg gesichert: Bürki mit seiner letzten Rettungstat.

Deshalb bleibt es beim Dortmunder Sieg und dem Achtelfinal-Einzug. Und das Publikum wusste, beim wem es sich zu bedanken hatte: Nach Abpfiff skandierten die Fans Bürkis Namen. «Ein absoluter Gänsehaut-Moment», sagte Bürki danach. Ein Augenblick, der ihn emotional machte: «Ich musste mich echt zusammenreissen, dass mir vor Freude nicht die Tränen kommen.»


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier: Hier finden Sie alle Folgen an einem Ort. (fas)

Erstellt: 11.12.2019, 12:17 Uhr

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