Van Wolfswinkel schiesst den FCB ins Glück

Dank dem Niederländer darf der FC Basel weiterhin von der Königsklasse träumen. Der Sieg gegen Eindhoven ist Millionen wert.

Hier schiesst Van Wolfswinkel den FCB eine Runde weiter und seine Landsleute ins Elend. (Video: Teleclub Zoom)

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Da darf FCB-Besitzer Bernhard Burgener aber kräftig durchatmen. Sein FC Basel hat dank dem 2:1-Sieg gegen den PSV Eindhoven nicht nur weiterhin die Chance, sich für die Champions League zu qualifizieren. Die Basler haben zugleich bereits ihr europäisches Minimalziel erreicht: Selbst wenn sie in den nächsten zwei Qualifikationsrunden noch scheitern, stehen sie trotzdem in der Gruppenphase der Europa League. Und die rund acht Millionen Franken, die diese einbringt, haben die Basler fix budgetiert.

Im Hinspiel hatten die Basler in den letzten Minuten noch einen 2:1-Vorsprung verspielt. Doch vor eigenem Publikum gelang es ihnen, diese schwache Schlussphase zu korrigieren. «Wir waren immer dran, setzten den Körper ein und machten es ihnen dadurch schwer. Das hat sicher den Unterschied gemacht», sagt ein erleichterter Valentin Stocker nach der Partie. «Nun probieren wir alles, um nach den Sternen zu greifen.»

Van Wolfswinkel erlöst den FCB

Eray Cömert brachte den FCB bereits in der 8. Minute 1:0 in Führung. Er hämmerte einen Freistoss aus 18 Metern unter die Latte, wobei PSV-Goalie Jeroen Zoet nicht die beste Figur machte. Nur eine Viertelstunde später herrschte bei den Baslern zwischenzeitlich Ernüchterung. Der 1,73-Meter-Mann Bruma glich mit einem herrlichen Kopfball aus vollem Lauf für die Holländer aus.

In der 8. Minute erzielt Cömert diesen wunderbaren Treffer. (Video: Teleclub Zoom)

Verteidiger Silvan Widmer sah in dieser Situation einmal mehr nicht gut aus. In einer intensiven Partie dauerte es bis zur 68. Minute, ehe der St.-Jakob-Park ein Tollhaus wurde. Ricky van Wolfswinkel traf für den FC Basel zum 2:1, nachdem er sieben Minuten vorher vor dem Tor noch schwer gesündigt hatte. So lebt nach 93 umkämpften und emotionsgeladenen Minuten die Hoffnung auf die Königsklasse weiter.

Brumas zwischenzeitlicher Ausgleich bleibt der einzige Höhepunkt der PSV-Offensive. (Video: Teleclub Zoom)

Ein machbarer Gegner

Das hat auch Auswirkungen auf die Kaderplanung des FCB. Bei einem Ausscheiden wäre wohl der Verkauf der Stürmer Albian Ajeti und Ricky van Wolfswinkel vorangetrieben worden. Und auch Goalie Jonas Omlin hätte noch einmal zum Ziel von Clubs aus der Bundesliga werden können. Jetzt dürften die Basler tendenziell abwarten, wie die kommende Qualifikationsrunde herauskommt. Der Gegner dort klingt zumindest nicht unschlagbar. Es ist der LASK Linz, der letztjährige Zweite aus Österreich.

Telegramm: FC Basel - PSV Eindhoven 2:1 (2:3)

St.-Jakob-Park. – SR Fabio Verissimo (POR). – Zuschauer: 29’216.

Tore: 8. Cömert (Frei). 23. Bruma (Malen). 68. Van Wolfswinkel (Stocker).

FCB: Omlin; Widmer, Cömert, Alderete, Xhaka (81. Petretta); Frei, Balanta; Van Wolfswinkel, Zuffi, Stocker; Ajeti.

PSV: Zoet; Dumfries, Viergever, Luckassen, Sadilek; Lozano (76. Gakpo), Gutiérrez, Rosario, Bruma; Bergwijn, Malen.

Bemerkungen: FCB ohne Kuzmanovic, Tushi, von Moos (alle verletzt), Serey Dié (abwesend), Ademi, Okafor, Kalulu, Riveros, Kaiser, Pukaj und Marchand (nicht im Aufgebot). PSV ohne Unnerstall, Thomas, Van Osch (alle verletzt) und Afellay (Trainingsrückstand). Verwarnungen: 33. Van Wolfswinkel, 44. Sainsbury (PSV), 45. Xhaka, 45.+4 Alderete, 67. Bergwijn. 82. Sadilek. (fra/heg)

Erstellt: 30.07.2019, 22:14 Uhr

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