Entscheidet Ronaldo das Duell der Finalverlierer?

Wenn Juventus Turin auf Atlético Madrid trifft, dann richten sich alle Augen auf Cristiano Ronaldo. Für den ehemaligen Real-Stürmer ist es eine spezielle Rückkehr.

Teamkollege Miralem Pjanic und Juve-Trainer Massimiliano Allegri äussern sich zu Ronaldo. (Video: Teleclub)

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Wenn in der Champions League Atlético Madrid und Juventus Turin aufeinandertreffen, dann verspricht dieses Duell mindestens so viel Brisanz wie die Affiche einen Tag zuvor zwischen Liverpool und Bayern München. Für beide Mannschaften soll der Achtelfinal nicht das Ende der diesjährigen Kampagne bedeuten. Vor allem bei der «Vecchia Signora» geniesst die Champions League absolute Priorität.

In der Serie A ist der Seriensieger schon lange enteilt und thront mit 13 Punkten Vorsprung auf Napoli an der Tabellenspitze. Der achte Meistertitel in Folge – er dürfte nur eine Formsache für Juventus sein. Umso mehr strebt man in Turin nach dem ersten Erfolg in der Champions League seit 22 Jahren.

1996 gewann Juventus gegen Ajax Amsterdam 4:2 nach Elfmeterschiessen. Damals stand noch die Turiner Clubikone Alessandro Del Piero auf dem Platz. «Fenomeno Vero» – das wahre Phänomen nennen sie ihn noch heute in Italien.

Ein Transfer mit Strahlkraft

Viel mehr als ein Phänomen, eine Ausnahmeerscheinung, ist der heutige Star im Turiner Ensemble – Cristiano Ronaldo. Der beste Torschütze in der Historie der Königsklasse (121) geht seit vergangenem Jahr für die Alte Dame auf Torjagd – und das äusserst erfolgreich: Seit seinem Wechsel von Real Madrid erzielte Ronaldo in 32 Spielen 21 Tore und lieferte 12 Assists. 29 Torbeteiligungen bei 24 Spielen in der Serie A, damit ist Ronaldo an mehr als 50 Prozent aller Tore seines Teams direkt beteiligt.

Ronaldo in einer Pose, wie man ihn kennt. Das Toreschiessen hat er auch in Turin nicht verlernt. (Bild: Keystone/Alessandro Di Marco)

In sportlicher Hinsicht hat sich der Transfer für die Verantwortlichen somit bereits gelohnt. So konnte der Club seine Popularität in China seit letztem Sommer um mehr als 70 Prozent steigern. Aber auch im Bereich der Finanzen mehren sich die Zeichen, dass sich die Verpflichtung Ronaldos für Turin bezahlt macht.

Wie das «Manager Magazin» berichtet, konnte Juventus Turin am Finanzmarkt eine Anleihe von 175 Millionen Euro zu den Konditionen von einem 3,5-prozentigen Zinssatz platzieren. Mit der Anleihe will man in Turin vor allem den Schuldenberg von mehr als 300 Millionen Euro abbezahlen.

Für Ronaldo haben sie in Turin im letzten Sommer rund 110 Millionen Euro nach Madrid überwiesen. Nach den Niederlagen in der Champions-League-Kampagne 2017 und zwei Jahre zuvor verspricht man sich vom 34-Jährigen nichts anderes, als den Titel der Königsklasse endlich wieder ins Piemont zu holen.

Dafür muss Ronaldo heute Abend unter Beweis stellen, dass er für Juventus Turin auch in der Champions League ein verlässlicher Torschütze sein kann. Denn in der Gruppenphase blieb der fünffache Ballon-d'Or-Gewinner mit einem einzigen Treffer unter seinen Möglichkeiten.

Duell gegen Lieblingsgegner

Da kommt das Duell gegen Atlético Madrid gerade zum richtigen Zeitpunkt, ist es doch einer seiner Lieblingsgegner. Während seiner Zeit bei Real Madrid gelangen Ronaldo gegen den Stadtrivalen in 31 Spielen 22 Treffer. Zudem verhinderte der Portugiese im Trikot Reals zweimal den Triumph Atléticos in der Champions League. Die Finals 2014 und 2016 verlor Atlético jeweils in der Verlängerung respektive im Elfmeterschiessen gegen Real Madrid.

Real Madrid war es auch, das Juventus Turin die Niederlage im Final der Königsklasse vor zwei Jahren zufügte. Mann des Spiels mit zwei Toren beim 4:1-Sieg, wie könnte es anders sein, Cristiano Ronaldo.

Im Duell der Finalverlierer der letzten fünf Jahre dürfte am Europameister von 2016 kein Weg vorbeiführen. Der 34-jährige Superstar will auch in Turin die Champions League gewinnen. Es wäre sein persönlich sechster Triumph.

Erstellt: 20.02.2019, 18:49 Uhr

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