Zum Hauptinhalt springen

Ist das die dümmste Rote Karte aller Zeiten?

Igor Akinfejew gewinnt mit ZSKA Moskau zum ersten Mal überhaupt gegen Real Madrid. Trotzdem ist er kurz vor dem Schlusspfiff nicht mehr zu bremsen.

Zwei Gelbe Karten in wenigen Sekunden: Akinfejew wird vom Platz gestellt. Video: Teleclub

Er hat schon einiges erlebt, Igor Akinfejew. Bei 111 russischen Länderspielen stand er zwischen den Pfosten, 555 Spiele bestritt er für seinen Verein ZSKA Moskau. Er war bei der EM 2008 in der Schweiz und in Österreich dabei, als Russland sensationell den Halbfinal erreichte. Er stand mit seiner Nationalmannschaft an der Heim-WM in diesem Sommer im Viertelfinal, nachdem er davor den entscheidenden Penalty von Iago Aspas hielt.

Einst wurde der 32-Jährige auch verspottet dafür, dass er während elf Jahren in der Champions League nie zu null spielte. Das tat er am Dienstag, seit 2007 zum erst zweiten Mal, ausgerechnet gegen Real Madrid, gegen den Titelverteidiger. Grund zum Feiern beim Russen? Nicht wirklich. Nur wenige Minuten vor Schluss ist Akinfejew nach einer Entscheidung des Schiedsrichters derart erbost, dass er auf ihn zustürmt und wegen Reklamierens die Gelbe Karte sieht. Was ihn offenbar noch mehr anspornt.

Was für ein Tag

Akinfejew brüllt weiter und sieht die zweite Gelbe, nicht mal zehn Sekunden nach Karte Nummer 1. Was genau er dem Schiedsrichter gesagt hat, bleibt wohl das Geheimnis der beiden. Und all der anderen, die in Hörweite waren. Beim Verlassen des Platzes wird Akinfejew noch von Real-Spieler Dani Ceballos aufgefordert, sich etwas zu beeilen. Es führt zum nächsten kleinen Rencontre.

Wie lange der Goalie nun zusehen muss, ist noch unklar. Sicher ist hingegen, dass ihm der 2. Oktober 2018 lange in Erinnerung bleiben wird. Es war sein erster Platzverweis seit zwölf Jahren, sein erster Sieg gegen Real Madrid überhaupt, er ist nun Tabellenführer in der Gruppe G. Und so ganz nebenbei trat er an diesem 2. Oktober auch noch aus der Nationalmannschaft Russlands zurück. Ein aufwühlender Tag.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch