Jetzt zaubert Shaqiris Konkurrenz auch noch

Alex Oxlade-Chamberlain glänzt bei seinem Champions-League-Comeback. Für Xherdan Shaqiri nicht unbedingt ein Grund zur Freude.

Liverpool zerzaust den Gegner aus Belgien. Es glänzt der Konkurrent von Xherdan Shaqiri. (Video: Teleclub)

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Es gibt wohl so einige Spieler, die mehr Vertrauen in ihren linken Fuss haben als Alex Oxlade-Chamberlain. Sie würden diesen Pass von Roberto Firmino an die Strafraumgrenze direkt Richtung Tor weiterspedieren, eben mit links. «The Ox» aber scheint von seinem schwächeren Fuss wirklich kein grosser Fan zu sein. Direkt schiessen kann er trotzdem. Mit dem Aussenrist an die Unterkante der Latte, von dort hinter die Linie, das Tor des Abends.

Und der zweite Treffer von Oxlade-Chamberlain. Der hat nämlich bereits in der zweiten Minute das 1:0 erzielt. Am Schluss gewinnt Liverpool 4:1 in Genk, auch die Tormaschinen Mohamed Salah und Sadio Mané treffen später noch. Der Mann des Spiels aber ist Oxlade-Chamberlain. Und das liegt nicht nur an seinem sehenswerten Doppelpack.

Er war ein Jahr verletzt

Oxlade-Chamberlains Weg ging von Anfang an steil nach oben. Mit 18 debütierte er bei den Profis von Arsenal, gekommen war er aus der Jugend von Southampton. Es war zwar ein Debüt zum Vergessen, diese monumentale 2:8-Niederlage gegen Manchester United, aber «The Ox» war angekommen in der Premier League. Sechs Jahre lang wirbelte der Sohn des früheren englischen Nationalspielers Mark Chamberlain (zwei Länderspiele) für die Londoner, dann kam der Wechsel zu Liverpool.

Die erste Saison von Oxlade-Chamberlain verlief gut, er kam in 32 von 38 Premier-League-Spielen zum Einsatz und gehörte stets zum Aufgebot der englischen Nationalmannschaft. Dann geriet seine Karriere ins Stocken. 18 Minuten waren im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals gegen die AS Roma gespielt, da riss das Kreuzband. Oxlade-Chamberlain verpasste das Rückspiel, den Final, die Weltmeisterschaft, fast die komplette Saison 2018/19.

Shaqiri vor ungemütlichen Zeiten

Nun ist er wieder zurück, in der Premier League spielt er oft, nicht immer von Beginn an, aber er darf mittun, Trainer Jürgen Klopp hält viel von ihm. In der Champions League spielte er am Mittwoch erstmals wieder, der Dank waren die zwei Tore, Oxlade-Chamberlain ist nah dran, wieder der Spieler zu werden, der er einmal war.

Einen könnte das in Liverpool aber beunruhigen: Xherdan Shaqiri. Denn Oxlade-Chamberlain ist einer seiner direkten Konkurrenten in der Offensive. Für den Engländer spricht, dass er wohl etwas flexibler einsetzbar ist als der Schweizer, der in Genk nicht dabei war, weil er mit einer Verletzung ausfällt. Seine Rückkehr steht kurz bevor, im November könnte er wohl wieder eingesetzt werden.

Wenn Klopp das denn tun will. Shaqiri spielt in Liverpool in dieser Saison gar keine Rolle mehr. Von allen in der Premier League eingesetzten Spielern kommt bisher nur Naby Keïta auf weniger Einsatzminuten als Shaqiri, der Schweizer führt in diesem Vergleich 11 zu 8. Allerdings verpasste der Guineer die meisten Spiele der laufenden Saison verletzt.

Mit Oxlade-Chamberlain kommt für Shaqiri nun ein weiteres Problem zu einer denkbar ungünstigen Zeit. Klopp lässt seine Mannschaft meist in einem 4-3-3 auflaufen, die Position hinter den Spitzen, den Zehner, den Shaqiri so gerne gibt, gibt es nicht. Auf dem rechten Flügel ist Mohamed Salah gesetzt, direkt hinter dem Ägypter kann der Trainer zwischen Oxlade-Chamberlain und Georginio Wijnaldum wählen. Eine schwierige Ausgangslage für den Schweizer.

(mro)

Erstellt: 24.10.2019, 12:01 Uhr

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