Attraktive Gruppe für YB, schwierige Gegner für Basel

Der Schweizer Meister trifft in der Europa League auf Porto und Rotterdam. Der FCB kriegt es mit Getafe und Trabzonspor zu tun.

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Bei jeder weissen Kugel, die der ehemalige englische Nationalspieler Ashley Cole aus dem Glas-Topf zog, stieg die Hoffnung auf einen Hochkaräter. Auf einen der klingenden Namen des europäischen Fussballs, die auch die Europa League in den letzten Jahren aufgewertet haben. Arsenal London, Borussia Mönchengladbach, AS Roma oder Manchester United.

Die englische Glücksfee meinte es nicht nur gut mit den Schweizer Europacup- Vertretern im Grimaldi Forum in Monaco. YB-Sportchef Christoph Spycher kann zufrieden sein. Seine Young Boys haben die attraktivsten Gegner zugelost bekommen. Mit dem FC Porto treffen die Berner auf den Champions-League-Sieger 2004 und Europa-League-Sieger 2011. Der 28-fache portugiesische Meister gilt als Favorit auf den Gruppensieg.

Aus Topf 3 erhielt YB Feyenoord Rotterdam, letzte Saison Dritter in der Eredivisie. Gegen die Niederländer gab es bislang nur ein freundschaftliches Duell (2018), das die Berner 3:0 für sich entschieden. Die Glasgow Rangers komplettieren die Gruppe G. Das Duell mit den Schotten gab es im Cupsieger-Cup 1977 schon einmal. YB schied damals mit dem Gesamtskore von 2:3 (0:1/2:2) aus.

Nicht namhaft, aber unangenehm

Der FC Basel hat weniger namhafte Gegner aus Russland, der Türkei und aus Spanien erhalten. Gegen das russische Team aus Krasnodar hat die Mannschaft von Trainer Marcel Koller 2019 sogar schon einmal gespielt. Im Januar gewann der FCB ein Testspiel 2:0. Aus Spanien bekamen die Basler Getafe, den letztjährigen Tabellenfünften der Primera Division und ehemaligen Club von Fabio Celestini, zugelost. Aus dem schwächsten Topf kam Trabzonspor dazu. Krasnodar und Trabzonspor sind weitgehend unbekannte, aber unangenehme Gegner.

«Natürlich wäre es toll gewesen, wenn wir zum Beispiel auf Behrang Safari oder Yann Sommer getroffen wären. Aber wir freuen uns sehr auf diese Gruppe: Wir fliegen nach Madrid zu Getafe und ans Schwarze Meer zu Trabzonspor, das wird interessant. Russland ist halt eine ziemlich weite Reise, aber auch das bekommen wir hin. Ich muss sagen, die Gruppe ist zwar sehr stark, aber auch machbar», sagt Captain Valentin Stocker. «Wir sind jedenfalls zuversichtlich, dass wir europäisch überwintern können, wenn wir zuhause super Spiele abliefern und auswärts den einen oder anderen Punkt mitnehmen.»

Lugano reist zweimal in den Norden – einmal nach Schweden und einmal nach Dänemark. Die Gegner der Tessiner heissen Malmö mit dem ehemaligen FCB-Verteidiger Behrang Safari und Kopenhagen. Lugano hat bislang noch gegen keinen seiner Europacup-Gegner gespielt.

Das ganz grosse Geld wie in der Champions League nimmt man in der Europa League nicht ein. Nur Almosen gibt es aber auch nicht: Jeder der 48 Vereine, die an der Gruppenphase teilnehmen, erhält eine Startprämie von 2,92 Millionen Franken. Zudem gibt es für einen Sieg 570'000 Euro und 190'000 für ein Remis. Die Gruppensieger werden mit einer Million belohnt; für den Zweitplatzierten gibt es noch die Hälfte. Los geht es in der Gruppenphase am 19. September. Der Final findet am 27. Mai 2020 im polnischen Danzig statt. (ete)

Erstellt: 30.08.2019, 12:56 Uhr

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