Manchester United blamiert sich in Astana

Dank einem Eigentor gewinnen die zuvor noch punktlosen Kasachen gegen eine B-Auswahl der Red Devils. Gladbach gelingt Revanche.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Manchester-United-Trainer Ole Gunnar Solskjaer setzte auswärts in Astana auf die Jugend. Noch nie trat ein Team der Red Devils in einem europäischen Wettbewerb mit einer jüngeren Startformation an (22 Jahre und 26 Tage). Gleich vier Spieler kamen zu ihrem Debüt im Manchester-Dress. Darunter auch der 36-jährige Goalie Lee Grant, der zu Beginn des Spiels wenig zu tun hatte. Die Gäste starteten dominant und gingen bereits in der 10. Minute durch Captain Jesse Lingard, der mit einen sehenswerten Schuss traf, in Führung.

Lange Zeit sah es nicht danach aus, als ob Astana dazu im Stande wäre, der Manchester-Abwehr den ersten Gegentreffer dieser Europa-League-Kampagne zuzufügen. Doch in der 55. Minute war es so weit, als Shomko nach einem schönen Zuspiel die Ruhe bewahrte und zum Ausgleich traf – nur wenige Sekunden zuvor hatte Manchesters Chong die Riesenchance auf das 2:0. Das Heimteam trat in der Folge wie verwandelt auf und ging in der 62. Minute durch ein Eigentor gar in Führung – nach einer Rukavina-Flanke landete der Ball via Bernards Brust im Tor. Auf der anderen Seite hielt Astana-Goalie Eric mit mehreren Weltklasse-Paraden den ersten Sieg der Kasachen fest.

Stindl rettet Gladbach 1:0-Sieg gegen Wolfsberg

Mit einem glücklichen Sieg beim österreichischen Provinzclub Wolfsberger AC hat Borussia Mönchengladbach beste Chancen auf den Einzug in die nächste Runde der Europa League. Der Bundesliga-Tabellenführer bezwang am Donnerstagabend den Dritten der österreichischen Bundesliga mit 1:0 (0:0). Damit reicht den Gladbachern im letzten Spiel der Vorrundengruppe J gegen Basaksehir FK aus Istanbul ein Remis zum Überwintern im internationalen Wettbewerb. Die Türken verloren im Parallelspiel gegen die AS Rom klar. Vor 12 073 Zuschauern in der Grazer Merkur Arena erzielte Lars Stindl in der 60. Minute den entscheidenden Treffer für Borussia. Die Österreicher haben damit keine Chance mehr auf das Erreichen der nächsten Runde.

Gladbachs Trainer Marco Rose musste nach dem Ausfall seines kompletten Abwehrzentrums mächtig improvisieren und brachte mit Tobias Strobl und Ramy Bensebaini zwei neue Spieler in die Dreier-Abwehrreihe, die noch vom Schweizer Nationalspieler Denis Zakaria unterstützt wurde. Sowohl Matthias Ginter als auch Nico Elvedi (Risswunde) mussten verletzungsbedingt passen, zudem fehlte auch noch Christoph Kramer wegen einer Gelbsperre.

Der österreichische Provinzclub blieb wie im mit 4:0 gewonnenen Hinspiel vor allem bei Standards und Kontern gefährlich, zeigte sich sehr zweikampfstark und stellte Borussias Defensive vor Probleme. Nach einem Fehler von Bensebaini musste Strobl gegen Anderson Niangbo (30.) in höchster Not klären.

Die Gladbacher bekamen ihre Chance durch einen der bis dahin seltenen Angriffe. Einen präzise und direkt gespielten Pass von Oscar Wendt, der sein 80. Europapokalspiel absolvierte, nutzte Stindl aus kurzer Distanz zum 1:0. Sechs Minuten später hatte Plea das 2:0 auf dem Fuss, vergab jedoch aus guter Position. Am Ende waren die Gäste dann dem zweiten Treffer näher als Wolfsberg dem Ausgleich.

Wolfsburg erreicht Zwischenrunde

Der VfL Wolfsburg hat sich als erster deutscher Verein vorzeitig für die K.o.-Runde der Europa League qualifiziert. Der Bundesligist gewann am fünften von sechs Vorrunden-Spieltagen mit 1:0 (1:0) beim ukrainischen Club PFK Olexandrija und profitierte davon, dass der weiter sieglose Hauptkonkurrent AS Saint-Etienne auch am Donnerstagabend nur 0:0 gegen Tabellenführer KAA Gent spielte. Die «Wölfe» können nun am letzten Spieltag am 12. Dezember selbst im direkten Duell mit dem französischen Rekordmeister nicht mehr von einem der beiden ersten Plätze der Gruppe I verdrängt werden.

In der Ukraine schoss Wout Weghorst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Foulelfmeter das entscheidende Tor (45.+1). Wolfsburg hatte in der EM-Arena von Lwiw lange Zeit alles im Griff, liess die zweite Halbzeit aber noch einmal zu einer Zitterpartie werden. Wolfsburg baute erneut stark ab und wiederholte damit die Fehler aus den beiden enttäuschenden Partien gegen Gent (2:2 nach 2:0 und 1:3 nach 1:0). Schon da liess man einen vermeintlich geschlagenen Gegner wieder von der Kette. Der grosse Unterschied war: Die Belgier wusste die Wolfsburger Schwächen zu nutzen. Die Ukrainer waren dafür zu harmlos.

Admir Mehmedi stand bei Wolfburg in der Startformation und wurde in der 80. Minute durch Klaus ersetzt. Renato Steffen wurde in der 61. Minute für João Victor eingewechselt und Kevin Mbabu kam in der Nachspielzeit noch zu einem Kurzeinsatz.

Lugano bleibt weiter sieglos

Der FC Lugano startete im St. Galler Kybunpark gegen den Leader aus Kopenhagen gut in die Partie und kam in der 2. Minute durch Debütant Guidotti zur ersten Chance – sein Weitschuss verfehlte das Tor jedoch deutlich. In der Folge übernahmen die Gäste das Spieldiktat und gingen in der 27. Minute durch einen Flugkopfball Thomsens in Führung. Zuvor scheiterten Bottani und Carlinhos mit ihren Abschlüssen.

Es dauerte lange, bis die Luganesi wieder gefährlich vor Goalie Johnsson auftauchten: In der 76. Minute köpfelte Covilo nach einem Eckball völlig freistehend am leeren Tor vorbei. Auf der anderen Seite prallte der Ball nach einer Slapstick-Einlage Baumanns an die Latte (85.) und so blieb es bei der 0.1-Heimniederlage für Lugano.

Gruppe B:

Malmö - Dynamo Kiew 4:3 (1:2). - SR Kralovec (CZE).
Tore: 2. Bengtsson 1:0. 18. Mykolenko 1:1. 39. Zygankow 1:2. 48. Rosenberg 2:2. 57. Rakip 3:2. 77. Verbic 3:3. 96. Rosenberg 4:3. - Bemerkung: 65. Gelb-Rote Karte Sydortschuk (Dynamo Kiew/Unsportlichkeit)

Gruppe C:

Trabzonspor - Getafe 0:1 (0:0). - SR Treimanis (LAT).
Tor: 50. Mata 0:1.

Gruppe G:

Feyenoord Rotterdam - Glasgow Rangers 2:2 (1:0). - SR Skomina (SVK).
Tore: 33. Toornstra 1:0. 53. Morelos 1:1. 65. Morelos 1:2. 68. Sinisterra 2:2.

Gruppe F:

Arsenal - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:0). - SR Buquet (FRA). Tore: 45. Aubameyang 1:0. 55. Kamada 1:1. 64. Kamada 1:2. - Bemerkung. Arsenal mit Xhaka. Eintracht Frankfurt mit Fernandes (bis 45.) und Sow.

Gruppe I:

Oleksandrija - Wolfsburg 0:1 (0:1). - SR Schüttengruber (AUT). Tor: 45. Weghorst (Foulpenalty) 0:1. - Bemerkungen: Wolfsburg mit Mehmedi (bis 79.), Steffen (ab 61.) und Mbabu (ab 91.).

Gruppe J:

Wolfsberg - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0). - SR Gözübüyük (TUR).
Tor: 60. Stindl 0:1. - Bemerkungen: Borussia Mönchengladbach mit Sommer, Zakaria und Embolo (ab 74.), ohne Elvedi (verletzt).

Gruppe L:

Astana - Manchester United 2:1 (0:1). - SR Rumsas (LTU).
Tore: 10. Lingard 0:1. 55. Schomko 1:1. 62. Bernard (Eigentor) 2:1.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier: Hier finden Sie alle Folgen an einem Ort. (dpa/kvo)

Erstellt: 28.11.2019, 20:14 Uhr

Artikel zum Thema

Alderetes Grätsche kostet FCB Punkt

Der FC Basel verpasst beim 0:1 in Krasnodar den vorzeitigen Gruppensieg in der Europa League. Alderete verschuldet den entscheidenden Penalty. Mehr...

Porto dreht das Spiel in der YB-Schlussviertelstunde

YB verspielt gegen Porto die Führung, verliert 1:2 und steht in der letzten Runde in Glasgow unter Erfolgszwang. Mehr...

Xhaka überzeugt, das Publikum applaudiert

Der abgesetzte Captain kommt beim 1:2 in der Europa League gegen Frankfurt erstmals seit einem Monat für Arsenal zum Einsatz. Es gibt versöhnliche Szenen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Sweet Home Der grosse Sweet-Home-Geschenkeratgeber

Geldblog Medacta enttäuscht die Anleger

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sie wollen täglich die besten Beiträge aus der Redaktion?
Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter «Der Morgen».

Die Welt in Bildern

Feuerschweif: Eine Spezialeinheit demonstriert am Indian Navy Day in Mumbai ihr Können. (4. Dezember 2019)
(Bild: Francis Mascarenhas) Mehr...