Happiger Brocken für den FCZ in der Europa League

Die Zürcher treffen im Sechzehntelfinal auf den Serie-A-Verein Napoli.

Heimspiel am 14. Februar: Der FCZ empfängt am Valentinstag Napoli. (Video: AP)

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Das Los des FC Zürich für die Sechzehntelfinals in der Europa League ist ebenso attraktiv wie schwierig. Die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin bekommt es mit dem in der Champions League knapp gescheiterten Napoli zu tun. Hin- und Rückspiele der ersten K.o.-Runde werden am 14. und am 21. Februar gespielt. Zürich spielt zuerst daheim im Letzigrund.

Die Auslosung in Nyon hätte dem FCZ kaum einen schwereren Gegner bescheren können. Napoli, in den letzten Jahren regelmässig die Nummer 2 in Italien hinter Serienmeister Juventus Turin, hat ein für die Champions League längst ausreichendes Spielniveau. Unter der 2012 begonnenen Hegemonie von Juventus kam Napoli in der Serie A dreimal auf den 2. Platz, in der vergangenen Saison mit einem Rückstand von nur vier Punkten. In der Champions-League-Gruppenphase in diesem Herbst scheiterten die Süditaliener knapp gegen Paris Saint-Germain und Liverpool.

Nur ein Trostpflaster

Napoli verpasste die Teilnahme an den Achtelfinals der Königsklasse erst mit einer 0:1-Niederlage im letzten Match in Liverpool. Kurz vor Schluss vergab Napolis polnischer Offensivspieler Arkadiusz Milik eine riesige Torchance, mit der sich alles hätte ändern können. Es war Napolis einzige Niederlage in der ausserordentlich schwierigen Gruppe. Die Teilnahme an der K.o-Phase der Europa League ist für die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti nicht viel mehr als ein Trost für das knapp Entgangene.

Über die Homepage des FCZ kommentierte Trainer Ludovic Magnin die Auslosung so: «Napoli ist ein Top-Team, das mit Carlo Ancelotti einen grossartigen Trainer besitzt. Die Mannschaft ist gespickt mit hervorragenden Spielern und hat grosse Qualität. Sie haben sich in der Champions-League-Hammergruppe mit PSG und Liverpool nur knapp nicht für die K.-o.-Phase qualifizieren können. Es erwartet uns eine riesige Herausforderung gegen Napoli, das zudem auf die Unterstützung von heissblütigen Fans zählen kann.»

Gegen den FC Wettingen

In der ganzen Geschichte der Serie A hat Napoli die italienische Meisterschaft nur 1987 und 1990 gewonnen. Es war die Zeit von Maradona, Careca und Carnevale. Es war auch die Zeit, in der Napoli im Herbst 1989 im damaligen Uefa-Cup auf den FC Wettingen traf und sich dabei knapp (0:0, 2:1) durchsetzte.

Napoli ist besonders in der Offensive erstklassig besetzt. Lorenzo Insigne und der Belgier Dries Mertens sind die Stars. Weitere Tenöre sind die Polen Milik und Piotr Zielinski, der Slowake Marek Hamsik und der Spanier José Callejon.

In der Gruppenphase hatte Zürich hinter Bayer Leverkusen, aber vor AEK Larnaca und Ludogorez Rasgrad den 2. Platz belegt.

Ein Schweizer Duell

Zu einem Schweizer Duell kommt es in den Partie zwischen Galatasaray Istanbul mit Eren Derdiyok und Benfica Lissabon mit Haris Seferovic. Arsenal mit Granit Xhaka und Stephan Lichtsteiner muss nach Weissrussland reisen und trifft auf BATE Borissow. Die von Adi Hütter trainierte Eintracht aus Frankfurt mit Gelson Fernandes, das die Gruppenphase ohne Punktverlust überstand, erhielt mit Schachtar Donezk eine schwierige Aufgabe. Viktoria Pilsen spielt gegen Dinamo Zagreb mit Mario Gavranovic, Michael Frey trifft mit Fenerbahçe Istanbul auf Zenit St. Petersburg.

Die EL-Paarungen im Schnelldurchlauf. (Video: AP)

Europa League. Auslosung. Sechzehntelfinals: FC Zürich - Napoli, Viktoria Pilsen - Dinamo Zagreb, FC Brügge - Salzburg, Rapid Wien - Inter Mailand, Slavia Prag - Genk, FK Krasnodar - Bayer Leverkusen, Malmö - Chelsea, Schachtar Donezk - Eintracht Frankfurt, Celtic Glasgow - Valencia, Rennes - Betis Sevilla, Olympiakos Piräus - Dynamo Kiew, Lazio Rom - FC Sevilla, Fenerbahçe Istanbul - Zenit St. Petersburg, Sporting Lissabon - Villarreal, BATE Borissow - Arsenal, Galatasaray Istanbul - Benfica Lissabon.

Die Hinspiele finden am 14. Februar statt, die Rückspiele am 21. Februar. - Der FC Zürich tritt zuerst zuhause an. (sda)

Erstellt: 17.12.2018, 13:39 Uhr

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