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Frankfurt ist erneuert und taktisch umgestellt

Eintracht Frankfurt setzt sich gegen RB Salzburg durch und trifft im Achtelfinal auf den FCB. Frankfurts Trainer Adi Hütter hat im Winter seine Abwehr neu erfunden.

Samuel Waldis
Taulant Xhaka (l.) will mit dem FC Basel auch im Achtelfinal der Europa League brillieren. (Bild: Freshfocus)
Taulant Xhaka (l.) will mit dem FC Basel auch im Achtelfinal der Europa League brillieren. (Bild: Freshfocus)

Bei der Eintracht Frankfurt brach am Ende des letzten Jahres alles zusammen. Zuerst gewann sie gegen Bayern München, danach verlor sie gegen Freiburg das Spiel und ihren Captain David Abraham – weil dieser in der Nachspielzeit Freiburgs Trainer Christian Streich umgerempelt hatte und für sechs Spiele gesperrt wurde. In diesen sechs Spielen gewann Frankfurt einen einzigen Punkt und lag an Weihnachten noch drei Punkte vor dem Relegations-Platz. Das Ende der Bundesliga-Vorrunde war für Frankfurt zum Vergessen.

Der einzige Erfolg in dieser Zeit war der Sieg gegen Arsenal in der Europa League – bei dem Abraham spielten durfte. Inzwischen ist der Argentinier auch in der Bundesliga zurück und mit ihm der Erfolg. Trotz zuletzt zweier Niederlagen ist der Abstieg elf Punkte entfernt und in der Europa League hat Frankfurt den Achtelfinal erreicht. Nach dem 4:1-Sieg im Hinspiel reichte am Freitagabend auswärts gegen RB Salzburg ein 2:2 im Rückspiel, das wegen einer Orkanwarnung vom Donnerstag auf Freitag verschoben worden war. Im Achtelfinal trifft Frankfurt auf den FC Basel und Abraham damit auf seine ehemaligen Kollegen. Wobei aus Abrahams Basler Zeit nur noch Taulant Xhaka, Fabian Frei und Valentin Stocker übrig sind.

Zwischen 2008 und 2012 war Abraham beim FCB. Er gewann unter Christian Gross, Thorsten Fink und Heiko Vogel drei Mal die Meisterschaft und zweimal den Cup. Danach wechselte er zu Getafe, später zu Hoffenheim und Frankfurt, wo der 33-Jährige in seiner fünften Saison steht. Seit 2017 ist Abraham Captain, immer war er Stammspieler; auch unter Adi Hütter, der das Team vor zwei Jahren übernommen und im Winter eine grosse taktische Umstellung vorgenommen hat: Der ehemalige YB-Meistertrainer hat von einer Dreier- auf eine Viererabwehr umgestellt, in der Abraham und der österreichische Nationalspieler Martin Hinteregger das Zentrum bilden. Das neu formierte Frankfurt hat in sechs Rückrundenspielen durchschnittlich 0,4 Tore weniger kassiert als in der Vorrunde.

Heimspiel mit Zuschauern

Der FC Basel trifft am 12. und 19. März auf ein Team, das noch in allen drei Wettbewerben dabei ist und das Sport-Vorstand Fredi Bobic auf diese Saison hin stark verändert hat. In der letzten Bundesliga-Partie gegen Union Berlin standen sechs Spieler in der Startformation, die letzte Saison bei anderen Vereinen unter Vertrag gewesen waren; im Rückspiel gegen Salzburg waren es acht. Länger dabei als Abraham sind nur Timothy Chandler, Marco Russ und Makoto Hasebe.

Wegen des Corona-Virus sind in der Schweiz Veranstaltungen mit mehr als tausend Besuchern bis am 15. März verboten, das ist der aktuelle Stand. Der FCB darf sich im Rückspiel am 19. März also auf einen gut besuchten St.-Jakob-Park einstellen, denn der Gegner aus der Bundesliga ist deutlich attraktiver für die Fans als Apeol Nikosia im Sechzehntelfinal. Allerdings ist Eintracht Frankfurt auch die deutlich grössere Hürde. Der Weg in den Viertelfinal ist schwierig für den letzten verbliebenen Schweizer Vertreter.

Die weiteren Achtelfinal-Partien

Istanbul Basaksehir - Kopenhagen Olympiakos Piräus - Wolverhampton Wanderers Glasgow Rangers - Bayer Leverkusen Wolfsburg - Schachtar Donezk Inter Mailand - Getafe Sevilla - Roma LASK - Manchester United

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