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2:0, 2:2, 3:2 – Salzburg gewinnt verrücktes Bullenderby

Spektakel und Überraschungen zum Auftakt der Europa League. Und eine Premiere für Stephan Lichtsteiner.

Der 3:2-Sieg Salzburgs über den «grossen Bruder» Leipzig. Video: Teleclub

Was für ein Hin und Her im Duell der roten Bullen: Red Bull Leipzig und Red Bull Salzburg lieferten sich zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase eine packende Partie. 2:0 führten die Österreicher, in der Vorsaison Halbfinalist dieses Wettbewerbs, dann glichen die Leipziger aus - ehe Salzburg in der 89. Minute doch noch der Siegtreffer gelang. Von einem verfälschten Spiel konnte hinterher niemand mit gutem Gewissen reden.

Die Partie war unter spezieller Beobachtung gestanden, war im Vorfeld doch die Befürchtung einer Wettbewerbsverzerrung aufgekommen. Zumindest äusserte etwa Gruppengegner Rosenborg Trondheim diesen Verdacht. Red Bull legt zwar wert auf die Feststellung, dass ihm nur einer der beiden Clubs gehöre (Leipzig) und beim anderen lediglich Hauptsponsor sei. Tatsache ist aber auch, dass sich die beiden Logos schwer ähneln, die Maskottchen gleich aussehen und ähnlich heissen – und verdächtig oft die besten Salzburg-Spieler zu Leipzig wechseln.

Leipzig zeigte sich in der ersten Halbzeit komplett von der Rolle, liess nicht nur zwei Tore in zwei Minuten zu, sondern ausserdem eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten. Nach der Pause war dem Team von Ralf Rangnick der Wille anzumerken, die Partie doch noch zu drehen, und prompt gelangen zumindest zwei Tore zum 2:2. Mit einem wunderbaren Treffer zum 3:2 schlugen die Aussenseiter aus Salzburg kurz vor Schluss aber zurück. Fredrik Gulbrandsen liess bei seinem Siegtor dem Schweizer Goalie Yvon Mvogo keine Abwehrchance.

Frankfurt-Sieg im Geisterspiel

Am ersten Spieltag der Europa League gelang Eintracht Frankfurt ein doch eher überraschender Auswärtssieg. Das Team des früheren YB-Trainers Adi Hütter, in der Bundesliga mässig gestartet und im DFB-Pokal schon in der ersten Runde gescheitert, gewann beim favorisierten Olympique Marseille 2:1. Das Siegtor gelang Luka Jovic mit einem sehenswerten Vollspannschuss in der 89. Minute.

Der Sieg des Bundesligisten kam umso überraschender, als im Laufe des Spiels immer mehr gegen ihn sprach. Schon in der 3. Minute ging Vorjahresfinalist Marseille dank Lucas Ocampos in Führung und hätte diese bis zur Pause ausbauen können, ja müssen – zudem wurden den Franzosen zwei Penaltys unterschlagen. Und nachdem kurz nach der Pause Lucas Torro per Kopf zwar das 1:1 für die Frankfurter erzielte, folgte wenige Minuten später der Rückschlag, als Jetro Willems mit gelb-roter Karte vom Platz gestellt wurde.

Die Highlights von Marseille - Frankfurt. Video: Teleclub

Die Partie wurde bei kümmerlicher Ambiance ausgetragen – nach Ausschreitungen der OM-Fans hatte die Uefa den französischen Traditionsclub mit einem Geisterspiel bestraft und Zuschauer im Stade Vélodrome verboten. Wie Frankfurter Medien schrieben, wären rund 10'000 Eintracht-Fans in Südfrankreich erwartet worden.

Lichtsteiners Assist bei Premiere

Nach einem Teileinsatz in der Meisterschaft kam Stephan Lichtsteiner zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase zu seiner Premiere in der Stammformation Arsenals. Der 35-jährige Captain des Schweizer Nationalteams, Neuzugang von Juventus Turin, stand beim ungefährdeten 4:2-Sieg gegen den ukrainischen Underdog Poltawa 90 Minuten auf dem Platz. Im Gegensatz dazu wurde Granit Xhaka, ansonsten Stammkraft bei den Londonern, geschont.

Die Highlights von Arsenal - Poltawa. Video: Teleclub

Die Tore für Arsenal erzielten Pierre-Emerick Aubameyang (2), Danny Welbeck und Mesut Özil, zu dessen 4:0 Lichtsteiner mit einer hohen Flanke die Vorgabe lieferte. In den Schlussminuten betrieben die Ukrainer zumindest noch etwas Resultatkosmetik.

Chelsea genügt ein Tor

Mit einem knappen Sieg stieg Chelsea in die Gruppenphase: Auswärts beim PAOK Saloniki genügte dem Premier-League-Club ein früher Treffer des Brasilianers Willian zum Vollerfolg. Saloniki hatte in der Champions-League-Qualifikation den FC Basel ausgeschaltet, war in den Playoffs dann aber seinerseits an Benfica Lissabon gescheitert.

Die Highlights von Saloniki - Chelsea. Video: Teleclub

Telegramme (Auswahl)

Ludogorez Rasgrad - Leverkusen 2:3 (2:1). SR Mazzoleni (ITA). – Tore: 8. Keseru 1:0. 31. Marcelinho 2:0. 38. Havertz 2:1. 63. Thelin 2:2. 69. Havertz 2:3.

Arsenal - Worskla Poltawa 4:2 (1:0). SR Vertenten (BEL). – Tore: 32. Aubameyang 1:0. 48. Welbeck 2:0. 56. Aubameyang 3:0. 74. Özil 4:0. 77. Tschesnakow 4:1. 90. Scharpar 4:2. – Bemerkungen: Arsenal mit Lichtsteiner, ohne Xhaka (nicht im Aufgebot).

Dinamo Zagreb - Fenerbahce Istanbul 4:1 (2:0). – SR Pawson (ENG). – Tore: 16. Sunjic 1:0. 27. Hajrovic 2:0. 47. Neustädter 2:1. 57. Hajrovic 3:1. 60. Olmo 4:1. – Bemerkungen: Dinamo Zagreb mit Gavranovic (bis 85.). Fenerbahce mit Frey.

Düdelingen - Milan 0:1 (0:0). SR Jovanovic (SRB). – Tor: 59. Higuain 0:1. – Bemerkungen: Milan ohne Rodriguez (nicht im Aufgebot).

RB Leipzig - Salzburg 2:3 (0:2). SR Ekberg (SWE). – Tore: 20. Dabbur 0:1. 22. Haidara 0:2. 70. Laimer 1:2. 82. Poulsen 2:2. 89. Gulbrandsen 2:3.

Marseille - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:0). Keine Zuschauer (Geisterspiel). – SR Jug (SLO). –Tore: 3. Ocampos 1:0. 52. Torro 1:1. 89. Jovic 1:2. – Bemerkungen: Eintracht Frankfurt ohne Fernandes (Ersatz). 59. Gelb-Rote Karte gegen Willems (Eintracht Frankfurt).

PAOK Saloniki - Chelsea 0:1 (0:1). SR Mallenco (ESP). – Tor: 7. Willian 0:1.

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