«Der schlechteste FCZ seit Februar»

Niederlage trotz Traumtor: Larnaca nutzt seine Chancen eiskalt und bestraft harmlose Zürcher. FCZ-Trainer Ludovic Magnin geisselt sein Team.

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Von Beginn an Druck machen, ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen, so hatte FCZ-Trainer Ludovic Magnin die taktische Marschroute für das Europa-League-Spiel gegen AEK Larnaca ausgegeben. Seine Spieler vermochten diesen Plan in 90 Minuten nur selten voll umzusetzen.

Weder der FCZ noch die Gäste aus Zypern konnten im Letzigrund verbergen, dass ihr Fokus aktuell nicht gänzlich auf der Europa League liegt, entsprechend schleppend verlief die Partie über weite Strecken. Zwei Abwehrfehler des FCZ sorgten letztlich für die Entscheidung zu Gunsten der Gäste.

«Ich habe den mit Abstand schlechtesten FCZ gesehen, seit Februar», bilanzierte Magnin, der seit Februar als Cheftrainer im Amt ist. Besonders die erste Halbzeit stiess dem 39-Jährigen sauer auf: zu viele Fehler hätte sein Team gemacht, und zu viele Ballverluste produziert. Dass die Zürcher trotz Niederlage weiter auf den Gruppensieg hoffen können, verdanken sie Bayer Leverkusen, das daheim gegen Ludogorez Rasgrad nur 1:1 spielte.

Die 6107 Zuschauer im Letzigrund wurden bis sieben Minuten vor der Pause kaum mit Torszenen verwöhnt. Es brauchte einen Fehler des Zürcher Europacup-Debütanten Fabio Dixon, um dies zu ändern. In der 38. Minute verpasste der 19-Jährige den Ball beim Versuch, eine Flanke der Gäste mit der Hacke zu klären, worauf dieser vom Bein von Apostolos Giannou ins FCZ-Tor prallte.

Das 1:0 in der 38. Minute. (Quelle: SRF)

Nutzloses Traumtor

Der Rückstand entfaltete seine Wirkung im FCZ erst nach der Pause. In den zweiten Halbzeit wusste das Heimteam öfters für Gefahr zu sorgen. Entsprechend verdient war das 1:1 in der 74. Minute durch Salim Khelifi. Der 24-Jährige traf mittels sehenswertem Freistoss aus rund 20 Metern.

Traumtor von Salim Khelifi. (Quelle: SRF)

Allerdings konnte sich der FC Zürich für eine Leistungssteigerung nach der Pause nicht belohnen. Grund dafür war ein weiterer individueller Fehler. Victor Palsson verlor nach einem Corner in der 85. Minute im Strafraum kurz die Übersicht, der eingewechselte Ivan Trickovski nutzte dies zur Entscheidung.

Der Lucky-Punch der Zyprioten kurz vor Schluss. (Quelle: SRF)

Magnin hatte seiner Ankündigung, einigen Spielern eine Pause zu gönnen, Taten folgen lassen. Im Mittelfeld verzichtete er etwa auf Hekuran Kryeziu, der zuletzt in der Meisterschaft gegen Neuchâtel Xamax (3:3) mit zwei sehenswerten Toren geglänzt hatte. In der Abwehr setzte er nach der missglückten Hauptprobe mit Dreierabwehr in Neuenburg wieder auf vier Verteidiger und gab besonders den Jungen eine Chance. Neben Dixon auf rechts kam mit dem 21 Jahre alten Mirlind Kryeziu auf der linken Abwehrseite ein weiterer FCZ-Youngster zum Europacup-Debüt in der Startformation. Mit dem erst 17-jährigen Bledian Krasniqi, der nach der Pause Antonio Marchesano ersetzte, brachte Magnin eine weitere Zukunftshoffnung.

Zürich - AEK Larnaca 1:2 (0:1)
6107 Zuschauer - SR Eskow (RUS)
Tore: 38. Giannou 0:1. 74. Khelifi 1:1. 85. Trickovski 1:2.
Zürich: Brecher; Dixon, Nef, Bangura, Mirlind Kryeziu; Palsson, Domgjoni (88. Sohm); Khelifi, Marchesano (46. Krasniqi), Rodriguez (73. Winter); Odey.
Larnaca: Toño; Silva, Truyols, Gonzalez, Ioannou; Acoran (77. Jean-Luc), Garcia, Jorge Larena (83. Joan Tomas), Hevel; Florian (65. Trickovski), Giannou.
Bemerkungen: Zürich ohne Ceesay, Rüegg, Aliu, Baumann, Kempter, Omeragic und Rohner (alle verletzt). Larnaca ohne Mojsov, Antoniades, Cases (alle verletzt).
Verwarnungen: 24. Garcia (Foul). 27. Domgjoni (Foul). 29. Kryeziu (Foul). 36. Marchesano (Foul). 59. Ioannou (Foul). 61. Florian (Foul). 77. Trickovski (Foul). 92. Toño (Zeitverzögerung). (ll)

Erstellt: 29.11.2018, 18:23 Uhr

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