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Wawrinka und Federer in der dritten Runde

Stan Wawrinka und Roger Federer erreichen in Wimbledon die dritte Runde. Wawrinka bezwingt Lu Yen-Hsun 7:6 (8:6), 6:3, 3:6, 7:5, Federer setzt sich gegen Gilles Muller 6:3, 7:5, 6:3 durch.

Roger Federer konnte gestern Abend als erster Spieler in diesem Jahr vom Dach auf dem Centre Court profitieren. Mitte des zweiten Satzes setzte Regen ein, die Partie gegen den Luxemburger Gilles Muller (ATP 103) wurde deshalb "indoor" fortgesetzt.

Der Qualifikant aus dem Grossherzogtum war nicht der erwartet unbequeme Gegner. Dank seines starken Aufschlags hatte der Linkshänder vor neun Jahren in Wimbledon Rafael Nadal bezwungen. Federer geriet hingegen kaum in Bedrängnis, da er bei eigenem Service sehr überzeugend auftrat und Muller zu keiner Breakchance kam. So reichte ihm je ein Aufschlagdurchbruch pro Satz zu einem 6:3, 7:5, 6:3 in 1 Stunde und 34 Minuten.

Auf seinen Drittrunden-Gegner muss er noch warten. Marcel Granollers (ATP 30) und Santiago Giraldo (ATP 35) wurden auf ihrem Aussenplatz im fünften Satz vom Regen gestoppt.

Der an Nummer fünf gesetzte Wawrinka verwandelte nach knapp zweidreiviertel Stunden seinen zweiten Matchball zum 7:6 (8:6), 6:3, 3:6, 7:5 gegen den Weltranglisten-47. aus Taiwan mit einer druckvollen Rückhand. Wawrinkas nächster Gegner ist der Usbeke Denis Istomin (ATP 45), der sich gegen den Deutschen Julian Reister (ATP 110) durchsetzte.

Wawrinka machte sich phasenweise das Leben selber schwerer als nötig. Am Ende des ersten Satzes korrigierte er ein Break zum 4:5 postwendend, und im Tiebreak machte er aus einem 2:5- und 4:6-Rückstand ein 8:6. Nach dem Gewinn des zweiten Durchgang schien das Wichtigste geschafft.

Im dritten Durchgang reagierte Wawrinka auf einen neuerlichen Aufschlagverlust ebenfalls schnellstmöglich. Beim Stand von 3:3 und 40:0 geriet er jedoch in eine rund zehnminütige Krise. Der Lausanner verlor elf Punkte in Folge und schliesslich den Satz 3:6. Er fasste sich ab und zu an den Rücken und schien sich auf dem Platz nicht völlig wohl zu fühlen.

In der Folge behielt er jedoch die Nerven, schaffte im vierten Satz ein Break zum 6:5 und feierte wenig später seinen ersten Einzug in die dritte Runde von Wimbledon seit 2009.

Seit 2011 hatte auch Rafael Nadal im Südwesten Londons nie mehr zwei Partien in Folge gewonnen. Nun revanchierte er sich an Lukas Rosol mit 4:6, 7:6, 6:4, 6:4 für seine Niederlage vor zwei Jahren. Die Weltnummer 1 vermied eine Wiederholung seines Dramas von vor zwei Jahren allerdings nur mit einiger Mühe.

Den ersten Satz holte sich Rosol (ATP 52) nach dem einzigen Break zum 5:4, im zweiten bahnte sich beim Stand von 4:2 für den Aussenseiter eine neuerliche Überraschung an. Doch der Spanier schlug zum 4:4 zurück, wehrte im Tiebreak einen Satzball ab, ehe er mit 8:6 ausglich - dank eines Doppelfehlers von Rosol. In den Sätzen drei und vier reichte Nadal dann je ein Break, um in zweidreiviertel Stunden in die dritte Runde gegen den Kasachen Michail Kukuschkin (ATP 63) einzuziehen.

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