Bolt schreibt Geschichte – Schweizerinnen mit Rekord

Zum Abschluss der Titelkämpfe in Moskau sichert sich Usain Bolt mit der Staffel seine insgesamt achte WM-Goldmedaille. Auch die Schweizer Sprinterinnen überzeugen.

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Usain Bolt, dem bereits bei den Weltmeisterschaften 2009 sowie den Olympischen Spielen 2008 und 2012 das Triple gelungen war, kann sich nach dem Triumph mit der jamaikanischen Sprintstaffel achtfacher Weltmeister nennen. Da er zudem noch zwei Silbermedaillen gewonnen hat, überflügelte er Allyson Felix und Carl Lewis, die neben acht WM-Titeln noch je einmal Silber und Bronze geholt hatten. Schlussläufer Bolt liess den Konkurrenten keine Chance und führte sein Team souverän zum Triumph. Die Jamaikaner siegten in der Jahresweltbestzeit von 37,36 Sekunden.

Diskussionsstoff birgt die Vergabe der weiteren Medaillen. Die USA könnten Silber noch an Grossbritannien verlieren, da ihr Schlussläufer Justin Gatlin seine Bahn verliess. Sollte dies Konsequenzen haben, würde Kanada vom vierten auf den dritten Rang vorrücken.

Fraser-Pryce wie Landsmann Bolt

Wie Bolt reist auch dessen Landsfrau Shelly-Ann Fraser-Pryce mit drei Goldmedaillen nach Hause, nachdem die 26-Jährige mit der Sprintstaffel souverän triumphiert hatte. Die Jamaikanerinnen siegten in 41,29 Sekunden, das ist die zweitbeste je erzielte Zeit. Der Sieg war ungefährdet, nachdem den Amerikanerinnen, die vor einem Jahr bei den Olympischen Spielen mit 40,82 den Uralt-Weltrekord der DDR (41,37) gebrochen hatten, der zweite Wechsel komplett missraten war. Die USA sicherten sich hinter Frankreich immerhin noch die Bronzemedaille.

Trotz Schweizer Rekord nur auf Platz 12

Mujinga Kambundji, Marisa Lavanchy, Ellen und Lea Sprunger verbesserten in 43,21 Sekunden den erst Anfang Juli in Lausanne aufgestellten Schweizer Rekord um 27 Hundertstel. Und dies, obwohl der letzte Wechsel zwischen den Sprunger-Schwestern alles andere als gut war. Gerade wegen des noch brachliegenden Potenzials lässt der Auftritt im Hinblick auf die Heim-Europameisterschaften im kommenden Jahr in Zürich hoffen – nur sechs europäische Nationen waren in den Vorläufen schneller. Dass es trotzdem nicht zu mehr als Rang 12 reichte, ist zu verschmerzen.

Eine fantastische Leistung gelang am letzten Tag dem Dreispringer Teddy Tamgho. Der Franzose, der wegen einer schweren Fussverletzung sowohl die WM 2011 als auch die Olympischen Spiele 2012 verpasste hatte, knackte im letzten Versuch mit 18,04 Metern als dritter Athlet nach Jonathan Edwards (Gb/18,29) und Kenny Harrison (USA/18,09) die magische 18-Meter-Marke.

Die deutsche Speerwerferin Christina Obergföll ist nicht mehr die Unvollendete. Nachdem sie an internationalen Meisterschaften – inklusive EM – nicht weniger als fünfmal Zweite geworden war, sicherte sie sich nun mit 69,05 Metern endlich ihren ersten grossen Titel. (si)

Erstellt: 18.08.2013, 13:12 Uhr

Medaillenspiegel

Russland gewinnt die Nationenwertung mit siebenmal Gold, viermal Silber und sechsmal Bronze. Auf den Rängen 2 bis 4 landen die USA (6/13/6), Jamaika (6/2/1) und Kenia (5/4/3).

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