Cancellara wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe dank Motor gewonnen

Auf Youtube sorgt ein Video, das einen Bericht der RAI über ein Rennrad mit eingebautem Motor mit angeblich verdächtigen Bildern von Fabian Cancellara ergänzt, für Aufsehen.

Video: Youtube.

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Im Bericht des italienischen TV-Senders RAI zeigten der ehemalige Rad-Profi Davide Cassini und Journalist Alessandro Fabretti ein Rennrad mit einem eingebauten, leichten Motor. Mit dessen Hilfe könne sogar er eine Etappe des Giro d'Italia gewinnen, obwohl er bereits 50 Jahre alt sei, behauptet der langjährige TV-Co-Kommentator und Mit-Autor einer Pantani-Biografie. Das Rad mit Techno-Doping sei schon bei Rennen verwendet worden.

Der Bericht der RAI tauchte nun mit weiterem Filmmaterial angereichert auf Youtube auf. Der Verfasser des Youtube-Videos, ein gewisser Michele Bufalino, schreibt eingangs: «Das folgende Video mit internationalen Bildern und der RAI erklärt, wie technologisches Doping möglich ist. Wir beschuldigen niemanden, laden lediglich zum Nachdenken ein.»

Im Video wird gezeigt, wie das System mit dem Motor funktioniert und wie es in eine Velo eingebaut werden kann. Ausserdem werden Bilder aus diesem Frühling von Fabian Cancellaras Triumphen bei Paris-Roubaix und der Flandern-Rundfahrt und den beeindruckenden Antritten des Schweizers gezeigt. Bufalinos Video sorgt in der Radsportszene für Aufregung und wurde schon rund 150'000-mal angeschaut.

Cancellara: «Eine traurige und wirklich skandalöse Geschichte»

Ein Pfeil deutet dabei in Zeitlupen-Einstellungen auf angeblich verdächtigen Handbewegungen Cancellaras hin. Es wird suggeriert, dass der Schweizer Sieger der beiden Klassiker per Knopfdruck seinen eingebauten Motor betätigt habe. Angesichts der unebenen Strassen bei den Classiques scheinen die Handgriffe des Zeitfahr-Olympiasiegers allerdings nicht wirklich verdächtig.

Cancellara hat sich bereits gegen die Vorwürfe gewehrt. «Es ist dermassen verrückt, dass mir die Worte fehlen», sagte der Schweizer Radstar gemäss «ouest-france.fr». «Ich habe keine Lust, mich weiter zu diesem Thema zu äussern und meine Zeit mit einer solch idiotischen Geschichte zu verschwenden. Das ist eine traurige und wirklich skandalöse Geschichte. Meine Erfolge sind die Früchte harter Arbeit.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.06.2010, 20:46 Uhr

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