Cologna startet nicht zur letzten Tour-Etappe

Dem Schweizer macht der starke Reizhusten zu schaffen: Auch der Team-Arzt ist überrascht.

Colognas Sturz in der zweitletzten Etappe. Video: SRF.

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Dario Cologna verzichtet aus gesundheitlichen Gründen auf das Finale der Tour de Ski mit dem Schlussanstieg zur Alpe Cermis. Das Forfait kommt nicht überraschend. Der vierfache Olympia- und Tour-de-Ski-Sieger war am Samstag nach der vorletzten Etappe von einem unerwartet heftigen Reizhusten-Anfall geplagt worden.

Solche Attacken kamen bereits in der Vergangenheit immer wieder vor. Doch als statt Cologna der Team-Arzt Patrik Noack vor die Medien trat, war klar, dass etwas nicht stimmen kann. «Ich bin negativ überrascht, dass der Anfall derart heftig auftrat. Ich habe dies so nicht erwartet», sagte der Mediziner.

Keine Podest-Ambitionen mehr

Im Vordergrund stehen nun die Erholung von Colognas Bronchien und die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften ab Mitte Februar im österreichischen Seefeld. Wann der 32-jährige Bündner in den Weltcup zurückkehren wird, ist noch offen.

«Es kommen noch ein paar Rennen in diesem Winter, und die grössten Ziele der Saison stehen erst noch bevor. Deshalb macht es sicherlich Sinn, das letzte Rennen der Tour de Ski auszulassen – auch wenn es mir schwer fällt», sagte Cologna am Sonntagmorgen. Ein Blick auf die Gesamtwertung der Tour de Ski dürfte die Aufgabe erleichtert haben.

Der Rekordsieger lag mit einem Rückstand von knapp vier Minuten im 12. Rang. Ambitionen auf einen Podestplatz durfte er keine mehr hegen. Im Verlaufe dieses Winters hatte Cologna vereinzelt starke Rennen gezeigt, in der Regel war er aber unter seinen hohen Erwartungen geblieben.

Der Husten als wiederkehrendes Problem

Cologna leidet unter Kälteasthma, die eisig trockene Luft reizt seine Atemwege. Zahlreiche Athleten husten nach den Rennen, insbesondere nach den Sprints. Noch vor wenigen Tagen war der Arzt Noack davon ausgegangen, die seit längerem bestehende Schwäche von Cologna im Griff zu haben. Wider Erwarten zeigte sich nun, dass dem nicht so ist, zumal am Samstag für Kälteasthmatiker keine extremen Bedingungen herrschten.

Um das Asthma oder dessen Auswirkungen zu lindern, darf bis zu einem gewissen Grad mit Medikamenten gearbeitet werden. Bei Cologna ist die Grenze dessen, was gemäss Dopingstatut erlaubt ist, bereits erreicht.

Das Problem liegt nicht im Reizhusten allein. Dieser legt sich nach einer gewissen Zeit und tritt im Gegensatz zu früher bei Cologna in der Nacht nicht erneut ein. Aber unter der Anstrengung des Hustens leidet die Erholung: Die Muskulatur verspannt sich, Kraft geht verloren, mental versetzt einem das ständige Husten einen Dämpfer. (sda)

Erstellt: 06.01.2019, 10:22 Uhr

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