Das härteste Training der Welt

Crossfit ist die neue Trendsportart in der Schweiz – und zieht besonders starke Frauen an. Athletin Julia Mayr schwitzt 10 Stunden pro Woche.

Hart, härter, Crossfit: Athletin Julia Mayr beim «WOD».

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Aufgeben gibt es nicht. Auf die Zähne beissen und den Schmerz aushalten, bis der Schweiss auf den Boden tropft. Was bei den meisten Menschen Kopfschütteln auslöst, versetzt Crossfit-Athletin Julia Mayr in Extase. Crossfit kommt aus den USA und verbindet verschiedene Fitnessmethoden wie Gewichtheben, Turnen, Eigengewichts- und Dehnübungen. Neben Kraft und Ausdauer sind Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Beweglichkeit gefordert.

Die aufstrebende Trendsportart findet hierzulande immer mehr Anhänger. Die Boxen, das «crossfitterische» Wort für Fitnessstudio, schiessen in der Schweiz wie Pilze aus dem Boden. In Hombrechtikon entstand einer der ersten Ableger. Seit bald drei Jahren suchen die Athleten den Kick. Darunter auch die 27-jährige Julia Mayr, die sechsmal pro Woche ein bis zwei Stunden trainiert. «Ich gehe gerne an meine Grenzen und darüber hinaus.» Ihr gefällt aber auch der Teamgeist: «Man hat Gleichgesinnte um sich, die einen anfeuern und motivieren.»

Verletzungsrisiko ist da

Ein normales Training dauert im Crossfit eine Stunde. Nach einer Aufwärm- und Dehnphase absolvieren die Sportler einen Kraftteil, gefolgt von einem WOD (Workout of the day). Dabei ist es das Ziel, so viele Wiederholungen wie möglich in einer vorgegebenen Zeit zu schaffen oder das vorgegebene Workout in einer möglichst kurzen Zeit zu absolvieren. Schnelligkeit ist entscheidend.

Oft wird Crossfit aber auch genau darum kritisiert. Wer die Übungen schnell, aber nicht sauber ausführt, kann sich leicht verletzen. «Klar, ein Verletzungsrisiko ist da», gesteht auch Mayr. «Gerade, wenn man ein gewisses Level erreicht hat. Aber das ist doch in jedem Spitzensport so.» Wichtig sei, dass man auf seine Trainer höre und sich nicht allein vom Ehrgeiz steuern liesse, fügt sie hinzu.

Wer nun denkt, dass Crossfit hauptsächlich ein Männersport ist, irrt sich. Eine amerikanische Studie besagt, dass rund 60 Prozent aller Crossfitter Frauen sind. In der Box in Hombrechtikon sind es immerhin 50 Prozent.

Fünf Wochen Wettkampf

Einmal jährlich finden die Crossfit Games statt, ein Event, bei dem sich die Athleten aus der ganzen Welt miteinander messen können. Um sich dafür zu qualifizieren, müssen die «Open» und die «Regionals» durchlaufen werden. Die Open sind für jedermann zugänglich. Fünf jeweils unterschiedliche Trainingseinheiten werden während fünf Wochen absolviert. Die besten 50 einer Region (Schweiz gehört zur Region Europa) messen sich dann an den Regionals, wovon die bestplatzierten zwei bis drei Athleten an den offiziellen Games teilnehmen können. Dem Gewinner winken 275'000 Dollar. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.03.2016, 17:36 Uhr

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