Die All Blacks lassen Neuseeland träumen

Gastgeber und Topfavorit Neuseeland hat mit einer Machtdemonstration erstmals seit 1995 den Final der Rugby-WM erreicht.

Der Australier Digby Ioane versucht vergeblich, den Neuseeländer Israel Dagg zurückzuhalten.

Der Australier Digby Ioane versucht vergeblich, den Neuseeländer Israel Dagg zurückzuhalten.

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Die Neuseeländer bezwangen im zweiten Halbfinal ihre Erzrivalen Australien 20:6. Im Endspiel trifft der Weltmeister von 1987 am kommenden Sonntag wie schon bei der ersten Heim-WM vor 24 Jahren auf Frankreich. Der zweimalige Vize-Weltmeister hatte sich am Samstag in einem dramatischen Spiel gegen das Überraschungsteam Wales 9:8 durchgesetzt.

Ma'a Nonu brachte Neuseeland mit dem ersten Versuch des Spiels 5:0 in Führung (6.), dann eröffnete Piri Weepu das Strafkick-Festival und erhöhte auf 8:0 (13.). Erst nach mehr als 15 Minuten gelangen James O'Connor, Sohn neuseeländischer Eltern, mit einem Strafkick zum 3:8 (16.) die ersten Punkte für den zweifachen Weltmeister Australien.

Danach gelang es den Wallabies die temporeiche Partie etwas ausgeglichener zu gestalten. Neuseelands Spielmacher Aaron Cruden baute die Führung mit einem Dropkick zunächst auf 11:3 aus (22.), dann konterte der gebürtige Neuseeländer Quade Cooper ebenfalls mit einem Dropkick zum 6:11 (32.). Doch Weepu stellte kurz vor der Halbzeit mit dem nächsten Strafkick zum 14:6 den alten Abstand wieder her (38.).

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild. Australien war zwar besser im Spiel, leistete sich aber im Abnutzungskampf zu viele Fehler. Neuseeland war das insgesamt dynamischere und abgeklärtere Team. Weepu baute die Führung der Gastgeber mit dem nächsten Strafkick auf 17:6 aus (43.) und besorgte erneut per Strafkick den 20:6-Endstand (73.). (si)

Erstellt: 16.10.2011, 12:58 Uhr

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