Die Formel 1 auf Wasser

Sie erreichen bis zu 320 Kilometer pro Stunde und schweben übers Wasser: die Hydroplanes. Trotz Spektakel kämpft auch dieser Sport mit Problemen.

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Ein kurzer Augenschein genügt, um zu verstehen, warum dieser Sport den Amerikanern gefällt: Da sind Boote, die aussehen wie Formel-1-Boliden. Vor allem aber sieht es ziemlich spektakulär aus, wenn sie mit über 300 Kilometer pro Stunde übers Wasser rasen und dabei ziemlich imposante Fontänen auslösen.

Hydroplanes nennt man diese Boote, die am vergangenen Wochenende Seattle unterhalten haben. «H1 Unlimited» heisst die Rennserie, die eines ihrer wenigen Rennen dort ausgetragen hat. Das Spektakel war Programmpunkt des «Seafair»-Festivals, eine Wochenendveranstaltung, welche seit 1950 hunderttausende Menschen anlockt.

Die waghalsige Bootsfahrt im Video. Quelle: Youtube.

Hydroplanes sind die schnellsten Rennboote der Welt. Sie bestehen aus Aluminium, Glasfaser, Kohlefaser und Graphitverbundwerkstoffen und wiegen etwa 3’000 Kilogramm. Sie sind so konzipiert, dass sie während der Fahrt nur an drei Punkten das Wasser berühren - wodurch es überhaupt erst möglich ist, diese immense Geschwindigkeit aufzubauen.

Zum ersten Mal ohne TV-Präsenz

Die Veranstaltung in Seattle ist das Highlight der relativ kurzen Saison. Nur noch fünf Rennen werden mittlerweile ausgetragen, weil auch dieser Sport trotz all dem Spektakel mit Problemen kämpft. «Die wirtschaftliche Situation ist schwierig», erklärte Hydroplane-Experte Brad Luce vor kurzem.

Der Bau sowie Unterhalt der Boote sei zu teuer. Die Rede ist von mehreren hunderttausend Franken. «Niemand macht mehr Geld in diesem Business. Die meisten Leute, die noch involviert sind, machen das, weil sie den Sport lieben.» Ein weiteres Problem ist, dass die Hydroplanes vor allem ein älteres Publikum interessieren. Auch deshalb waren die Rennen vom Wochenende zum ersten Mal nicht im Fernsehen zu sehen.

Ein Lösungsansatz könnte es sein, zu expandieren. Denn wirklich bekannt ist die Formel 1 auf Wasser eben doch nur in den USA. Und aufsehenerregend ist das Ganze allemal. (cst)

Erstellt: 07.08.2017, 15:12 Uhr

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