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«Die ersten 50 Meter müssen schneller sein»

Sprinterstar Yohan Blake verrät während dem Kindertraining in Zürich, wo er sich verbessern will und ob er die Weltklassezeit von 9,69 Sekunden über die 100 Meter im Letzigrund noch unterbieten kann.

«Als Biest trage ich zwei verschiedene Socken»: Yohan Blake während dem Kids-Training auf der Sportanlage Fluntern. (Video: Sebastian Rieder)

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Es war ihm wohl ein bisschen zu nass, und offensichtlich auch ein wenig zu kalt. Yohan Blake stand gerade mal eine Viertelstunde auf der Tartanbahn der Sportanlage Fluntern, als er sich einen Kapuzenpulli überziehen musste. Trotz der widrigen Umstände nahm sich der Superstar für die rund 200 Kinder alle Zeit der Welt und erklärte den Kids, wie man am schnellsten über die Bahn flitzt. «Ich liebe es mit all diesen jungen Athleten zu trainieren, sie sind so neugierig und anständig zugleich», sagte Blake, umringt von erfürchtig staunenden Fans.

Es ist noch gar nicht so lange her, als er selber zu den grossen der Leichtathletikszene aufschaute. 22 Jahre alt ist der junge Mann aus Jamaika, hinter seinem Landsmann Usain Bolt aber bereits die Nummer 2 der Welt. Die beiden Silbermedaillen über die 100 und 200 Meter in London machen ihn auch automisch zum zweitbegehrtesten Athleten von «Weltklasse Zürich». Dabei hat das Biest, wie er sich selber nennt, mit seiner Fauchgeste bei den Kinder durchaus das Potenzial im Letzigrund der neue Publikumsliebling zu werden.

Explosiver aus den Startblöcken kommen

Anders als der vier Jahre ältere Bolt ist Blake auch nach den Olympischen Spielen immer noch bis in die Haarspitzen seiner Rastazöpfe motiviert. «Ich werde mich in Zürich bis an die Leistungsgrenze treiben», versprach er, ohne dabei eine konkrete Zeit zu prognostizieren. 9,82 Sekunden lief er letztes Jahr im Letzigrund, 9,69 letzte Woche in Lausanne – nur einen Wimperschlag hinter Usain Bolts Weltrekordzeit 9,58 Sekunden.

Um seinem Freund und Trainingspartner irgendwann den Rang der Nummer 1 abzulaufen, sind noch einige Korrekturen anzubringen. «Ich muss noch explosiver aus den Startblöcken kommen, die ersten 50 Meter müssen schneller sein», dann sei alles möglich, sagte Blake.

Zum Bedauern der Zuschauer im Letzigrund kommt es am Donnerstag jedoch nicht zur grossen Olympia-Revanche. Bolt weicht auf seine Lieblingsdisziplin, die 200 Meter, aus. Dennoch stellen sich in der Königsdisziplin mit Ex-Weltmeister Tyson Gay den USA und dessen Landsmann Ryan Bailey zwei grosse Namen die, wie noch vier weitere Sprinter dieses Jahr die 10-Sekunden-Marke knackten.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.08.2012, 22:19 Uhr

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