Diese Duelle entscheiden den Rugby-WM-Final

Im Kampf um den Weltmeistertitel kommt es auf Nuancen an. Das sind die Schlüsselspieler der beiden Teams.

Begehrte Trophäe: Südafrika und England kämpfen in Yokohama an der Rugby-WM um den Titel. (Bild: Dan Mullan/Getty Images)

Begehrte Trophäe: Südafrika und England kämpfen in Yokohama an der Rugby-WM um den Titel. (Bild: Dan Mullan/Getty Images)

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Es ist angerichtet im International Stadium von Yokohama mit seinen 72'000 Plätzen. 2002 hatte hier der Final der Fussball-WM stattgefunden, Brasilien schlug Deutschland 2:0. Am Samstag steht das Endspiel der Rugby-WM an (10 Uhr, SRF 2), und wieder ist es ein Duell zweier Grossmächte des Sports: England gegen Südafrika. In England wurde Rugby erfunden, in Südafrika ist es Nationalsport.

Als Favorit gilt England, nicht erst, seit es im Halbfinal die übermächtigen All Blacks aus Neuseeland ausgeschaltet hat. Aber die Statistik spricht für Südafrika. 13 der letzten 17 Duelle haben die Springboks gewonnen und auch drei von insgesamt vier Begegnungen an Weltmeisterschaften. 2007 standen sich die beiden Teams letztmals an einer Endrunde gegenüber – ebenfalls im Final. Südafrika gewann nach einem 15:6 in Paris den Titel.

Ein enges Spiel dürfte es auch diesmal geben, denn auf vielen Positionen sind sich die Teams ebenbürtig. Es kommt deshalb auf Nuancen an. Und darauf, wer auf dem Platz diese entscheidenden drei Duelle Mann gegen Mann für sich entscheiden kann.

Die Regisseure

Der Engländer George Ford vs. den Südafrikaner Handré Pollard (r.). (Bilder: Getty Images)

Etwas überraschend spielte bei den Engländern George Ford gegen die All Blacks auf der Position des Spielmachers (Fly-half). Der überragende Owen Farrell rückte dafür zwei Positionen ins offene Feld, als Centre auf die Nummer 12. Ford wird auch gegen Südafrika die 10 tragen und sich so mit Handré Pollard duellieren. Pollard ist erst 25, hat trotz einer schweren Knie- und Schulterverletzung vor drei Jahren aber schon 46 Länderspiele bestritten. Im Halbfinal gegen Wales habe er unter seinem gewohnten Niveau gespielt, befanden die Experten – trotzdem gelangen ihm mit Kicks 14 Punkte. Mit 100 kg ist Pollard schwer für einen Fly-half.

Die schweren Jungs

Der Engländer Maro Itoje vs. den Südafrikaner Lood de Jager (r.). (Bilder: Getty Images)

Er gilt als bester Lock der Welt, wie die Zweite-Reihe-Stürmer genannt werden: Maro Itoje. 115 kg schwer und 1,95 m gross, kommt der 25-jährige Londoner der Beschreibung Kleiderschrank sehr nahe. Gegen Neuseeland war Itoje mit 16 Tacklings, 8 Läufen und 3 Turnovers geradezu überragend. Sein Konterpart in Grün und Gold heisst Lood de Jager. Der 26-Jährige ist noch schwerer als Itoje (125 kg), noch grösser (2,06 m), «ein brutaler Ballträger», schreibt der «Telegraph» ehrfürchtig. Ausserdem ist er gefährlich bei Einwürfen.

Die Nummern 8

Der Engländer Billy Vunipola vs. den Südafrikaner Duane Vermeulen (r.). (Bilder: Getty Images)

50 Länderspiele hat der eine bestritten, 52 der andere. 130 kg bringt der eine auf die Waage, knapp 120 der andere. Und beides sind Maschinen: Das Duell zwischen Billy Vunipola und Duane Vermeulen auf der Position der Nummer 8, des hintersten Stürmers, könnte diesen WM-Final entscheiden, wenn er lange ausgeglichen bleibt. Vunipola, 26, dessen älterer Bruder Mako bei England an vorderster Position als Prop spielt, wurde an der WM von Spiel zu Spiel besser. Vermeulen ist ein brillanter Ballträger, den die Gegner meist zu zweit angreifen müssen. (wie)

Erstellt: 02.11.2019, 08:22 Uhr

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