Glücksspiel mit der Rugby-WM

Die Vorfreude auf die Rugby-WM in England ist riesig – 500'000 Fans wollten Tickets für den Final.

Hier geht es zur Sache: Das englische Rubgy-Team im Spiel gegen Italien.

Hier geht es zur Sache: Das englische Rubgy-Team im Spiel gegen Italien. Bild: Keystone

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Im Fussball herrscht Zetermordio, wenn es um Grossanlässe geht und die Fifa nur 65 Prozent der verfügbaren WM-Tickets in den freien Verkauf gibt. In England ist im nächsten Herbst Rugby-WM. Und die Billettaufregung ein Jahr zuvor ist: riesig.

Gut, das gilt möglicherweise nicht für das Spiel zwischen Tonga und Georgien am zweiten Turniertag, dieser Match wird im Kingsholm Stadium von Gloucester ausgetragen, 16'500 Plätze. Die meisten der übrigen Arenen aber gehören zur Galerie der britischen Stadionkunst: Das Londoner Twickenham-Stadium ist Heimat des englischen Rugby-Verbandes und bietet 82'000 Zuschauern Platz. Gescrumt wird auch im Wembley (90'000) oder im Millennium von Cardiff (72'500). Nur reichen die Kapazitäten bei weitem nicht, um alle Wünsche zu befriedigen.

500'000 Leute wollten Final-Tickets. Das geht, verglichen mit den 650'000, die gerne England gegen Australien miterlebt hätten, von den 82'000 verfügbaren Tickets kamen aber nur 20'000 in den Verkauf. Das wiederum freut alle, die Glück hatten bei der Verlosung – und Profiteure. Im Internet werden Karten der billigsten Kategoris nun für bis zu 1999 Pfund angeboten – das 26-Fache des Preises.

Erstellt: 28.10.2014, 23:08 Uhr

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