Mayweather verprügelt McGregor – TKO

Floyd Mayweather bezwingt Conor McGregor dank einem Technischen Knockout in Runde 10 und bricht im letzten Kampf seiner Karriere den Rekord von Rocky Marciano – 50:0.

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Floyd Mayweather gewinnt den hochdotierten Prestige-Kampf in Las Vegas gegen den irischen MMA-Kämpfer Conor McGregor durch technischen K.o. in der 10. Runde. Der Ringrichter brach den Kampf nach einer gewaltigen Rechten von Mayweather und einem anschliessenden Nachsetzen des Favoriten ab. McGregor taumelte und wirkte verteidigungsunfähig. Der Abbruch in dem auf 12 Runden angesetzten Fight war deshalb gerechtfertigt.

TKO: McGregor wird von Mayweather windelweich geprügelt, woraufhin der Unparteiische einschreitet und den Kampf beendet. Video: Twitter/Bovada Official

Für den 40-jährigen Amerikaner Mayweather war es der 50. Sieg im ebensovielten Kampf als Profiboxer. Dadurch verbesserte er den Rekord des Landsmannes und früheren Schwergewichts-Weltmeisters Rocky Marciano, der mit 49:0 Siegen die bisherige Bestmarke einer makellosen Bilanz als Profiboxer hielt.

Der unbezwungene Box-König: Dies sind die Worte des Champions nach seinem 50. Sieg im Ring. Quelle: Twitter@ShowtimeBoxing

McGregors überraschender Start

Erst ab der vierten Runde drehte Mayweather auf. Von da an liessen die Boxhiebe und die Reflexe des zuvor erstaunlicherweise ebenbürtigen McGregor sichtlich nach. Auf den Beinen wirkte McGregor zwar noch frisch, doch seine Arme waren sichtlich nicht mehr imstande, den hohen Start-Rhythmus aufrecht zu halten. Und Mayweathers Konter landeten immer mehr im Ziel.

McGregor hatte die ersten drei Runden mit seiner Aggressivität und dem unorthodoxen und furchtlosen Stil für sich verbuchen können. Der irische MMA-Fighter hielt Wort, wirkte angriffig und schien sich gegen den zurückhaltend startenden Mayweather im Boxring schnell wohl zu fühlen.

Verfrühter Abbruch: McGregor ist nicht zufrieden mit der Schiedsrichter-Entscheidung und hätte den Kampf lieber auf den Brettern beendet. Quelle: Twitter/@SHOsports

MMA im Boxring

Allerdings wurde McGregor vom Ringrichter wiederholt wegen Schlagens auf den Hinterkopf ermahnt – eine im Gegensatz zum Boxen Mixed Martial Arts erlaubte Technik.

Auffallend war, dass McGregor physisch mehr Masse in den Ring brachte. Die vereinbarte Gewichts-Limite im Superweltergewicht kam dem über eine längere Reichweite verfügenden Underdog zupass (69,5 kg). Vorab im Clinch nutzte er diesen Vorteil aus, doch mit Fortdauer des Fights setzte sich die Klasse von Mayweather durch.

Ein Kampf ohne Verlierer

Die beiden Boxen kassieren für den Fight gigantische Summen. Mayweather rund 230 Millionen Dollar, der 29-jährige McGregor deren 100 Millionen. (nos/sda)

Erstellt: 27.08.2017, 05:48 Uhr

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