Mit Köpfchen in den Final – und nach Tokio

Die Schweizer Turner zeigen einen souveränen Wettkampf und qualifizieren sich für die Olympischen Sommerspiele.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das hohe Ziel ist erfüllt: An der Kunstturn-WM in Stuttgart qualifiziert sich die Schweiz zum vierten Mal in Folge für den Final der besten acht Teams und löst das Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Seit Jahren behaupten sie sich nun in der Weltspitze: Schon in Rio war die Equipe von Cheftrainer Bernhard Fluck dabei gewesen, hatte 2016 sogar den olympischen Teamfinal erreicht.

Die Taktik der Schweizer für den Wettkampf war, dass jeder Turner seine persönlichen Ambitionen fürs Team zurückstellt und an den Geräten so wenig Risiko wie nötig eingeht. Ein heikles Unterfangen, denn im Kampf um die Olympiatickets entschieden die Zehntelpunkte. Aber es ging auf: Die Schweiz erreichte souverän Rang 6 – und lag am Ende noch vor den Amerikanern.

Die Schweizer begeisterten mit einem fast fehlerfreien Wettkampf und konnten die hohen Erwartungen erfüllen. Erstklassig turnte Eddy Yusof, während Oliver Hegi einen ungewohnt schwachen Tag einzog. Der Aargauer hatte in den internen Ausscheidungen brilliert, gestern nun lieferte er an drei Geräten die Streichnote. Trotzdem schaffte er wie Pablo Brägger den Einzug in den Mehrkampffinal. Dagegen verpassen die beiden den Final an ihrem Paradegerät Reck.

Erstellt: 07.10.2019, 22:18 Uhr

Artikel zum Thema

Steingrubers Coach: «Sie ist eine Maschine»

Nationaltrainer Fabien Martin arbeitet seit elf Jahren mit Giulia Steingruber. Am Samstag gibt sie an der WM in Stuttgart ihr internationales Comeback. Mehr...

Die dunklen Gedanken sind weg – jetzt kommt die Belohnung

Noch vor einem Jahr hatte Giulia Steingruber nach einem Kreuzbandriss mit Motivationsproblemen zu kämpfen. Nun ist sie auf dem Weg zurück, die Vorfreude auf Wettkämpfe ist gross. Mehr...

Vom Medaillentraum beflügelt

Beide sind Europameister am Reck, und beide haben mit der WM noch eine Rechnung offen: Pablo Brägger und Oliver Hegi wollen in Doha endlich auch auf der ganz grossen Bühne glänzen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Bergungsarbeiten nach Taifun-Katastrophe: Der heftige Wirbelsturm «Hagibis» hinterliess über weite Teile Japans eine Spur der Verwüstung. Die Zahl der Todesopfer ist gemäss eines japanischen Fernsehsenders auf 66 gestiegen. (15. Oktober 2019)
(Bild: Jae C. Hong/AP) Mehr...