«Thabo hat eine Führungsrolle»

Der NBA-Topskorer Kevin Durant spricht über seinen Team-Kollegen den Schweizer Thabo Sefolosha und die Olympia-Ambitionen der USA.

Erobern die NBA: Oklahoma Citys Kevin Durant (l.) und Thabo Sefolosha (r.).

Erobern die NBA: Oklahoma Citys Kevin Durant (l.) und Thabo Sefolosha (r.). Bild: Keystone

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Der 2,06-Meter-Mann ist mit 23 Jahren schon Weltmeister und zweimaliger NBA-Topskorer. Abgehoben hat der Superstar, der jährlich über 20 Millionen Franken verdient, freilich nicht.

Können Sie ein paar Worte zu Thabo Sefolosha sagen?
Kevin Durant: Ich mag alles, was er tut. Thabo hat in unserer Mannschaft eine Führungsrolle. Er selber gibt in jeder Minute, in der er auf dem Parkett steht, alles und verlangt auch von allen anderen immer vollen Einsatz. Wir vermissen derzeit seine Präsenz in der Verteidigung und freuen uns, wenn er wieder spielen kann – dann sind wir noch stärker. Thabo ist auch von der Persönlichkeit her ein guter Teamkollege; es ist toll, ihn in der Garderobe zu haben.

Ist Sefoloshas Fehlen der Hauptgrund dafür, dass Oklahoma City Thunder zuletzt etwas mehr Mühe bekundet hat?
Es ist sicher ein Mitgrund. Denn wenn er dabei ist, kann man davon ausgehen, dass sein Gegenspieler keinen besonders erfolgreichen Tag erleben wird. Aber es liegt an uns allen, sein Fehlen zu kompensieren – und meistens gelingt es nicht schlecht.

Letztes Jahr erreichte Oklahoma City die NBA-Halbfinals. Ist das Team nun reif für den Titel?
Das wird die Zukunft zeigen. Wir haben zwar das gleiche Team wie in der letzten Saison und alle ein Jahr mehr Erfahrung, aber das ist keine Garantie, dass wir erneut so erfolgreich sein werden wie im vergangenen Jahr. Wir müssen jeden Tag hart arbeiten, um uns weiter zu verbessern.

Wie bedeutend ist Thunder für Oklahoma City geworden?
Ich denke, sehr wichtig. Die Leute geniessen es, unsere Spiele zu sehen. Ich glaube, wir gegeben den Menschen in schwierigen Zeiten etwas Hoffnung. Wir werden grossartig unterstützt. Ich fühle mich hier sehr wohl. In Oklahoma City lässt es sich wirklich gut leben. Wer eine Familie gründen und Kinder grossziehen will, dem empfehle ich, hierher zu kommen.

Sie waren nun schon zweimal in Folge NBA-Topskorer. Wie wichtig ist es Ihnen, den Hattrick zu schaffen?
Überhaupt nicht wichtig. Es macht zwar Spass, Ligatopskorer zu sein – das werde ich später mal meinen Kindern erzählen können. Was mich aber wirklich interessiert ist, wie ich mich persönlich verbessern und dem Team helfen kann, noch mehr Spiele und hoffentlich einmal den Titel zu gewinnen.

2010 wurden Sie mit den USA Weltmeister. Freuen Sie sich auf die Olympischen Sommerspiele in London?
Aber sicher, denn die Olympischen Spiele sind mir wichtig. Sie sind noch einmal eine grössere Sache als die WM, und ich würde gerne eine weitere Goldmedaille gewinnen. Ich hoffe, ich bekomme die Möglichkeit, ein wenig zu einer erfolgreichen Olympiakampagne des US-Teams beizutragen.

LeBron James, Kobe Bryant, Derrick Rose – die Mannschaft der USA wird ein Ensemble aus lauter Stars sein, die sich gewohnt sind, die Verantwortung zu tragen. Macht es dies schwierig, erfolgreich zu spielen?
Ich denke nicht. Jedem wird klar sein, dass er für das gemeinsame Ziel, Gold zu holen, Opfer bringen muss. Jeder einzelne wird weniger Einsatzzeit haben und weniger werfen können als in der NBA. Doch der Coach wird jedem die richtige Rolle zuweisen, davon bin ich überzeugt.

Sind die USA unschlagbar, wenn sich jeder in den Dienst des Teams stellt?
Mmmh; das möchte ich nicht behaupten. Aber sagen wir es so: Wir haben eine gute Chance, die Goldmedaille zu gewinnen.

Erstellt: 24.02.2012, 08:22 Uhr

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