Wer stellt den Olympia-Favoriten ein Bein?

An den Olympischen Spielen in London sind die Favoritenrollen klar verteilt. Dennoch gibt es einige Athleten, die das Potenzial haben, grossen Stars Rwie oger Federer oder Usain Bolt einen Strich durch die Rechnung zu machen.

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Nach seinem Wimbledon-Triumph gilt Roger Federer als Favorit für das ebenfalls im All England Club stattfindende olympische Tennisturnier. Die neue Weltnummer 1 hat bei den bisherigen Rasenturnieren in dieser Saison gut abgeschnitten – vor dem siebten Wimbledon-Titel stand er in Halle im Endspiel. Der Finalsieg in Wimbledon gegen den Schotten Andy Murray macht die Aufgabe für Federer aber nicht leichter. Nun ist Murray extrem motiviert, mit einem Olympiasieg die Tränen zu trocknen. «Ich bin mir sicher, dass Olympia-Gold wiedergutmachen kann, was passiert ist», sagte er gegenüber der englischen Zeitung «The Guardian». Der Brite will unbedingt in den nächsten Final im All England Club vorstossen und es besser machen. «Eine olympische Goldmedaille ist ein grosses Ziel von mir. Es ist eine sehr emotionale Sache für einen Spieler, wenn er eine Medaille für sein Land gewinnt.» Während Murray nach dem Final in Ferien flog, um sich zu erholen, blieb Federer noch für ein paar Tage in seiner Wohnung in Wimbledon – um das Gefühl des Sieges zu konservieren.

Bolts Angst vor seinem Trainingspartner

Ein anderer Favorit, der scheitern könnte, ist Usain Bolt. Der Weltrekordhalter über 100 Meter musste bei den jamaikanischen Olympia-Ausscheidungen eine empfindliche Niederlade einstecken. Der Bolt-Bezwinger hiess nicht Asafa Powell, was eine mässige Überraschung gewesen wäre, sondern Yohan Blake. Der 22-Jährige verwies Bolt und Powell mit der Ausnahmezeit von 9,75 Sekunden auf die Plätze 2 und 3. «Mein Trainer hat mir gesagt, dass ich es schaffen kann, und ich habe daran geglaubt. Jetzt zählt nur noch Olympia», erklärte Bolts Trainingspartner nach dem Rennen. Blake weiss, wie der grosse Favorit zu schlagen ist. Er hatte schon vor den jamaikanischen Ausscheidungen ein Rennen gewonnen, bei dem Bolt am Start war, nämlich an der WM 2011. Damals holte sich Blake den Weltmeistertitel, nachdem Bolt wegen eines Fehlstarts disqualifiziert worden war.

Ein Helfer gegen Cancellara

Fabian Cancellaras nächste Goldmedaille im Zeitfahren ist ebenfalls in Gefahr. Dieses Jahr könnte ein Brite dem Berner einen Strich durch die Rechnung machen. Chris Froome hat beim Zeitfahren an der Tour de France vor zwei Tagen bewiesen, dass er schneller fahren kann als Cancellara. Zwar wurde Froome von seinem Landsmann und Chef Bradley Wiggins geschlagen, doch anders als an der Tour de France fährt er in London ganz auf eigene Rechnung. Wer schneller fahren kann als Cancellara und Wiggins in Bedrängnis bringt, darf mit gutem Gewissen als Favoritenschreck gehandelt werden.

Erstellt: 11.07.2012, 16:09 Uhr

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