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«Abscheuliche Aussagen»

Homosexuelle seien schlimmer als Tiere, sagte Boxstar Manny Pacquiao vor laufender TV-Kamera. Das hat Konsequenzen.

Für Nike nicht mehr tragbar: Manny Pacquiao.
Für Nike nicht mehr tragbar: Manny Pacquiao.
Keystone

Er galt nach seiner Läuterung als Saubermann des Boxsports und begeisterte mit seinem offensiven Stil Abermillionen von Fans. Nun aber hat sich Manny Pacquiao gehörig ins Abseits gestellt. In einem Interview mit dem philippinischen Sender TV5 sagte der 37-Jährige, Homosexuelle seien schlimmer als Tiere: «Sehen Sie bei Tieren, dass männliche mit männlichen und weibliche mit weiblichen zusammen sind? Die Tiere sind besser. Sie kennen den Unterschied zwischen männlich und weiblich.»

Kurze Zeit später entschuldigte sich Pacquiao über Twitter für seine Äusserungen. Seinen Sponsor Nike konnte dies nicht mehr besänftigen. Das US-Unternehmen beendete die Zusammenarbeit per sofort und schrieb in einem Statement von «abscheulichen Aussagen». Weiter verwies Nike auf seine «lange Tradition, die Rechte von Schwulen und Lesben zu unterstützen».

Pacquiao, der 2010 ins philippinische Parlament einzog und nun für den Senat kandidiert, ist 2012 von der katholischen Kirche zum evangelikalen Christentum übergetreten. Die «Süddeutsche Zeitung» vermutet deshalb, «dass da einer als fundamentalistische Marionette in den Ring geschoben wird».

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