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Altern wie ein Künstler

Wäre Mick Jagger Profi-Sportler wäre er wohl kaum noch so aktiv wie er es als Musiker ist.

Er sagt «nonante», nicht «quatre-vingt-dix» wie die Franzosen, und damit hat er das Publikum bei seinem Heimspiel in der Genfer Arena schon im Sack: Charles Aznavour, eines der Monumente des französischen Chansons, wie man im Radsport sagen würde. Wenn der vor 36 Jahren verstorbene Jacques Brel die Flandern-Rundfahrt ist, ist er Paris–Roubaix.

Da steht er also und spricht darüber, wie es ist, wenn man neunzig geworden ist. «Man sieht nicht mehr so gut, hört nicht mehr so gut, und das ­Gedächtnis lässt auch nach. Deshalb habe ich auch einen Teleprompter installiert, damit ich meine Texte ablesen kann.» Er verweist auch auf den Stuhl mit Rücken- und Armlehnen, der ihm helfen soll, das Konzert durchzustehen. Früher sang er die sentimentalen Chansons auf einem Hocker.

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