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Auf gutem Weg in Richtung Hallenstadion

Für den Zürcher Bahnfahrer ist das Sechstagerennen im holländischen Zuidlaren Hauptprobe und rennmässiges Training zugleich.

Der Schalk ist wieder da bei Franco Marvulli. Noch vor zwei Wochen an der Medienkonferenz zu den Zürcher Sixdays gab er sich für seine Verhältnisse ungewohnt leise und zurückhaltend. «Es läuft gut. Ich habe bereits zwei Rundenrekorde aufgestellt», erzählt er nun und fügt an: «Und die wurden vorher von einem Weltklassefahrer gehalten.» - Von wem denn? - «Ähh, von mir», sagt er und lacht. Im Sechstagerennen von Zuidlaren liegen Risi/Marvulli nach drei Nächten mit einer Runde Rückstand auf Rang 2.

Nie an sich gezweifelt

Wenn er denn vorausblickt auf das Rennen im Hallenstadion, welches in weniger als zwei Wochen, am 11. Dezember, gestartet wird, gibt er sich «zurückhaltend optimistisch». «Ich habe nie an mir gezweifelt. Ich wusste immer, dass ich auf dem richtigen Weg war. Ich brauchte einfach noch ein wenig Zeit», sagt er.

So schnell ändern sich Einschätzungen und Gefühle. Nach seiner Aufgabe in der ersten Nacht der Prüfung von Dortmund hatte er noch vermeldet: «Ein solcher Leistungsabfall innert drei, vier Tagen ist für mich unerklärlich». Anschliessend auferlegte er sich ein «Silenzio stampa» und zog sich nach Spanien in ein Kurztrainingslager zurück. Dort trainierte er mit hoher Intensität, oft am Berg und übte den Sprint. Von einem Trainingsrückstand zum Saisonauftakt respektive einer zu wenig gründlichen Vorbereitung will der Seebacher nichts wissen. «Ich habe meine Vorbereitung nie bereut. Ich musste nach den Olympischen Spielen den Stecker rausziehen. Und vielleicht war mein Einbruch in Dortmund auch ein Zeichen des Körpers, dass er noch mehr Ruhe brauchte», mutmasst der 30-Jährige.

«Kein Ponyhof - that’s life!»

Da sind sie wieder, die klaren Statements, für die er bekannt und beim Publikum beliebt ist. So sagt er, auf sein derzeitiges Verhältnis zu seinem Teamkollegen Bruno Risi angesprochen: «Letzte Saison war alles rosarot, ein Leben wie auf dem Ponyhof. Nun hat es halt, wie in jeder Beziehung, einmal tüchtig geknallt. Aber that’s life!» Zwischen den beiden scheint derzeit wirklich nicht alles bestens zu stehen. So sagt Marvulli[0]: «Wir diskutieren und reden nicht viel. Bruno kann stur seine Linie gehen, auch wenn ich mir das manchmal anders wünschte.»

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