Birlis Entführer handelte in Panik

Die Triathletin erlebte Stunden der Angst. Der mutmassliche Täter ist geständig, psychisch krank und entmündigt.

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Wie in einem schlechten Film habe sie sich gefühlt, schreibt die österreichische Triathletin Nathalie Birli am Dienstag auf Facebook. Sie wurde während ihres Trainings nahe Graz von einem Auto angefahren, worauf der Lenker auf die 27-Jährige einschlug, sie fesselte und auf dem Rücksitz zu sich nach Hause fuhr. Dort quälte der 33-jährige Österreicher die Sportlerin während sechs Stunden, unter anderem habe er ihr Alkohol eingeflösst und versucht, sie in der Badewanne zu ertränken.

Die österreichische Zeitung «Krone» schreibt nun, dass der Mann psychische Probleme habe. Er sei in fast allen Punkten geständig und entmündigt. Nur etwas streitet er ab: Dass es sich beim Anfahren der Sportlerin um Absicht handelte. Der mutmassliche Täter sei abgelenkt gewesen und habe dann in Panik gehandelt. Er befindet sich momentan in psychiatrischer Behandlung.

Birli konnte den Entführer nach sechs Stunden selbst davon überzeugen, sie freizulassen. Er soll sie sogar mitsamt Rennvelo nach Hause gefahren haben, Birli erlitt beim Zwischenfall einen Armbruch und Kopfverletzungen. Ein sexueller Missbrauch habe nicht stattgefunden, betonte der Mann laut der «Kronen-Zeitung».

(red)

Erstellt: 26.07.2019, 09:00 Uhr

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