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Bjarne Riis: «Ich kenne Fuentes nicht»

Der dänische CSC-Teamchef will mit dem spanischen Dopingarzt nichts zu tun haben.

Fränk Schleck beendete das WM-Rennen im Feld der geschlagenen Favoriten Paolo Bettini, Tom Boonen, Oscar Freire und Alejandro Valverde als 41. Es ist ein Ergebnis, das nicht erwähnt werden müsste, wenn der Luxemburger zwei Tage vor dem Rennen nicht von der Vergangenheit eingeholt worden wäre. Am Freitag hatte die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, ihr und der Luxemburger Staatsanwaltschaft liege ein Beleg vor, der beweise, dass der ältere der Schleck-Brüder im Herbst 2005 6991 Euro an den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes überwiesen habe. Es wäre ärgerlich gewesen, wenn Schleck in Varese um den Sieg mitgekämpft hätte.

Es liegt kein Dokument vor

Weil dem Weltverband UCI kein offizielles Dokument vorliegt, konnte er den Start des Tour-de-France-Sechsten nicht vermeiden. Der luxemburgische Verband, dessen Hotel am Freitag von Beamten der Drogenpolizei während acht Stunden durchsucht wurde, hätte Schleck von der Startliste streichen können, verzichtete aber darauf. Schleck selber will zum Fall erst Stellung nehmen, wenn er vor der luxemburgischen Anti-Doping-Kommission ausgesagt hat. Bjarne Riis, der Teamchef Schlecks, erklärte, er respektiere diesen Wunsch. Sollten sich die Vorwürfe aber bestätigen, würde er in Absprache mit seinen neuen Sponsoren handeln.

Anti-Doping-Programm als Vorteil

Riis hat diese gestern gleich im Doppelpack vorgestellt. Zur Investmentbank Saxo Bank, die schon seit der Tour de France als CSC-Nachfolgerin feststeht, gesellte sich auch das Software-Unternehmen IT Factory. Weil beide gleichberechtigt sind, heisst Fabian Cancellaras Mannschaft im nächsten Jahr Saxo Bank-IT Factory. An der Pressekonferenz ging Riis auch auf die Verdächtigungen ein, wonach er es gewesen sei, der Fränk Schleck zu Fuentes gebracht habe. «Ich kann hundertprozentig garantieren, dass mein Name nie im Zusammenhang mit diesem Arzt auftauchen wird», sagte er, «denn ich habe ihn nie gesehen und kenne ihn auch nicht.» Er betonte, dass sein Anti-Doping-Programm das beste der Welt sei und er seine neuen Sponsoren nur deshalb gefunden habe, weil er sie damit habe überzeugen können.

Gelassen sieht er deshalb auch den Nachkontrollen entgegen, die das Labor von Châtenay-Malabry in dieser Woche durchführen wird. Dabei sollen verdächtige Blutproben der Tour de France mit einer neuen Nachweismethode auf Spuren der Epo-Nachfolgedroge Cera geprüft werden. «Von meinen Fahrern ist keiner dabei», sagte er. «Ich kenne alle ihre Blutwerte.» Ausserdem arbeite Rasmus Damsgaard, der die Fahrer in seinem Auftrag, aber unabhängig von ihm kontrolliert, mit den gleichen Methoden wie das französische Labor.

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