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Cancellara will Ricco auf den Mond schiessen

Der Berner Radprofi reagierte scharf auf das Geständnis von Riccardo Ricco und verurteilte den Italiener wie auch andere Berufskollegen.

Wenig Freude: Fabian Cancellara (rechts mit seinem Teamkollegen Fränk Schleck) hat wenig übrig für Dopingsünder Riccardo Ricco.
Wenig Freude: Fabian Cancellara (rechts mit seinem Teamkollegen Fränk Schleck) hat wenig übrig für Dopingsünder Riccardo Ricco.
Keystone

Mit einem Aufschrei der Empörung hat die Radsportwelt auf das angebliche Eigenblutdoping von Riccardo Ricco reagiert. «Wir sollten ihn zum Mond schiessen», sagte etwa Zeitfahrweltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara der französischen Sportzeitung «L`Équipe». «Riccardo macht aus dem Radsport wieder ein Synonym für Doping. Das ist schrecklich für unseren Sport», entrüstete sich Cancellara.

Auch die Landsleute stellen sich heftig gegen Ricco und befürchten (weiteren) Imageschaden. «Das schadet dem ganzen Sport und auch allen, die diesem Sport Gutes wollen. Wenn so etwas passiert, ist das ein grosser Rückschlag für uns alle. Hoffen wir, dass dies das letzte Mal ist», erklärte Filippo Pozzato am Rand der Qatar-Rundfahrt dem Fachportal Cyclingnews.com. «Es gibt Grenzen für alles und Riccardo hat sie weit überschritten», äusserte sich der italienische Meister Giovanni Visconti, während sein Landsmann Valerio Piva, Sportdirektor bei HTC-Highroad, sagte, Ricco sei «krank» und habe «keine zweite Chance mehr verdient».

Der 27-jährige Ricco war am Wochenende mit hohem Fieber und angeblichen Nieren- und Lungenbeschwerden in eine Klinik gebracht worden. Einem Arzt habe er dann erzählt, sich Eigenblut injiziert zu haben, das er 25 Tage im Kühlschrank lagerte, berichtete die «Gazzetta dello Sport». Ricco hatte nach einer positiven Dopingprobe auf Cera bei der Tour de France 2008 und einer Sperre von 20 Monaten im März 2010 sein Comeback gegeben.

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