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Caster Semenya verzichtet auf Klage

Die Weltmeisterin über 800 m plant nach ihrer Rehabilitierung durch den Internationalen Leichtathletik-Weltverband (IAAF) keine Schadenersatzklage.

Keine Klage gegenüber dem Verband: Caster Semenya will einfach wieder schnell laufen.
Keine Klage gegenüber dem Verband: Caster Semenya will einfach wieder schnell laufen.
Keystone

Und dies, obwohl der Südafrikanerin durch die Diskussion um ihr Geschlecht elf Monate das Startrecht bei Frauenwettkämpfen entzogen worden war. «Wir denken nicht über Klagen nach, nur darüber, wie sie wieder in Topform kommt», sagte der Trainer der 19-jährigen Athletin, Michael Seme, gegenüber «Focus». «Alles andere hat Caster vergessen.»

Kurz vor dem traditionellen Leichtathletik-Meeting Istaf im Berliner Olympiastadion, auf dem Semenya starten wird, zeigte sich der deutsche IOC-Vizepräsident Thomas Bach befremdet über die sportjuristische Vorgehensweise in ihrem Fall. «Egal, wie man wissenschaftlich in der Sache entscheidet, in Zukunft müssen die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen besser geschützt bleiben», erklärte der Funktionär im «Focus». «Es darf nicht sein, dass die Sportwelt ein Jahr über jemandes Geschlecht diskutiert.»

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