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Daniela Ryf und das Warten als Genuss

Die Langstrecken-Triathletin dominiert seit einem Jahr jedes Rennen. Alles andere als ein Triumph nun auch bei der WM auf Hawaii scheint unvorstellbar.

Aus der Galerie der Triumphe: Daniela Ryf als überlegene Siegerin bei der Halb-Ironman-WM in Zell am See. Foto: Nigel Roddis (Getty)
Aus der Galerie der Triumphe: Daniela Ryf als überlegene Siegerin bei der Halb-Ironman-WM in Zell am See. Foto: Nigel Roddis (Getty)

Was für ein Gefühl löst es in uns aus, wenn wir warten müssen? Die einen ­reagieren genervt, wenn es nicht vorwärtsgeht. Die anderen nehmen die ereignislose Zeit stoisch hin. Und wieder andere lernen, sie zu geniessen. Niemand so sehr wie Daniela Ryf. Die über­raschendste Lektion für die Triathletin in den vergangenen 16 Monaten war, ­Wartezeit nicht zu erdulden, sondern auszukosten. Denn während wir am Bahnsteig warten, im Wartezimmer beim Arzt oder im Passbüro, in aller ­Anonymität also, lernte Ryf eine ganz neue Art von Warten kennen. Das Warten im Mittelpunkt, als Siegerin, be­obachtet von ­vielen Hundert Augen­paaren.

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